— 113 — gangen, obet boct) ältere (Exemplare berfelben, roenn roieber einmal ein Sßfartet ein foldjes SBudj erneuerte obet etneuetn lieg oon einem Drtsfdjulmeifter. Seit rooljl 80 3af)ren mürben biefe SBüdjer nidjt meljr für if)ten urfprünglidjen 3n>eck gebraudjt, ja oft burd) 3aljr= jetjnte gar nid)t meljt angefd)aut unb fo ift es gu b.egteifen, baß fpätete Sßfattet biefe SBüdjer gar nid)t met)r oerftanben unb nid)t joufjten, toeldjem 3H>ecfe fte flebient t)aben. Aus biefem ©tunbe mürben biefe guten alten Quellen ber 3ramilienforfd)ung jahrelang feine SBeadjtung meb,! gefdjenft unb felbe fogar oernid)tet obet fonft* mie beim Sßeggug eines Sßfarrers mit anbeten SBüdjern eingepackt ober rourben beim lob eines Pfarrers mit anberen 93üd)ern bes= fetten oerfteigert ober roeggetootfen unb oerbrannt. So t)abe id) 3. SB. in Mauren bas übet 100 3at)re alte SBerkünbbud) bet Bfarrei 35alaas (Vorarlberg) gefunben. (Es tjat felbes Pfarrer Reger fei., bet bott einmal Pfarrer mat, mit feinen Prioatbüdjern nad) 9Jtau= ren mitgefd)leppt unb Blieb es bann bort liegen, bis td) es roieberum aurücfgefdjitlt IjaBe auf oottjetige Anftage beim Pfattet in 3)alaas. Diefet fdjrieb mir bann fpäter, baß er bas SBüd)lein fleißig ftubiert unb mand)e (Erklärung nun enblid) entbeeft t)abe für ben unb jenen Brauel) in feiner Pfarrei, oon bem er bis anrjin nid)t red)t gemußt: rootjer er flamme ober roie er früfjer gehalten roorben fei. Auf äkntltdje Art ging aud) bas alte Sdjaaner Pfarrei=Siegel für längere 3eit oerloren, bis.es löblid)erroeife oon einer oerftänbigen eb> maligen SBfarrt)ausr)älterin bod) roieber gurücfgebradjt rourbe ins Pfarrhaus. (Es gibt abet eben aud) unoetftänbige ßeute, bie ein* fad) roegroerfen unb oemidjten, roas fie felber nid)t kennen, unb anbete oetftänbige' ßeute 3U fragen, fällt ifmen fdjeints nid)t ein, obet ? — 3)aß es fo aud) mit anbeten Sadjen, 3um Xeil roertoollen Altertümern ober bod) guten, lieben alten (Erinnerungen in oielen Brioatfjäufern unb anbersroo gegangen ift, bas ift leiber nur aUpbekannt; ba kam eben bie gute (Einftdjt oiel 3U fpät an gat mandjen Ott. (Es kam 00t bet beffeten (Einftdjt otelleicfjt guetft ein gefdjäftsgeroanbter Altertumskrämer ober =ßiebt)aber unb lad)te biefet bann nad) rooljlfeilem Äauf unb manchmal nad) einträglidjem SDßieberoerfaüf ot)ne harte ©eroiffensbtffe. SBenn aber gar ganse SBünbel übet 200 bis 300 3at)te alte Urtunben oetbtannt roetben, ober ein 3>utjenb alte Pergamente in ben Ofen geroorfen roerben,
        

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