— 13 — Man darf annehmen, das; diese schon mit derjüngerenStein- zeit eingesetzt und sich gegen die römische Periode hin immer mehr verdichtet hat. Die spät-prähistorische Is lene - zeitliche Kultur des Schellenbergs entspricht offenbar vollkommen dem, was wir von den beiden anderen bedeutenden Siedlungsstätten des schweize- risch-liechtensteinisch-vorarlbergischen Rheintales wissen, dem Mont- linger Berg bei Montlingen und dem Eutenberg bei Valzers'). Diese Feststellungen Menghins wurden durch die Grabungen bestätigt und dahin erweitert, daß das gleiche auch für den nordöst- lichen Teil des Schellenberg, den Borscht, zutrifft. Konservator Hild faßt das Ergebnis der 1935er Grabung am Borscht zusammen wie folgt: Vier Zeitstufen haben ihre Nieder- schläge etwa seit 2000 Iahren v. Chr. hinterlassen: Steinzeit, ältere und spätere Bronzezeit, über deren Träger wir herzlich wenig wissen. Erst mit den Belegen hall stättischer Kultur nimmt das Bild lebhaftere Farben an und wird mit den zwar wenigen, aber gesicherten Stücken ausgesprochen rätischer Kul- tur lebendig. Ueber die Endzeit der Wallsiedlung am Borscht senken sich dann wieder die Schleier der Unkenntnis. Was in der römischen Zeit und nach ihr war, darüber schwieg sich bisher der Waldboden völlig aus. An der Vorkuppe kennen wir nun drei Herdplätze, aber auch die Hochkuppe trug zweifellos Bauten^). Die bei diesen Grabungen am Borscht 1935 und 1936 ge- fundenen zahlreichen Tierknochen wurden über Ersuchen des histor. Vereins für das Fürstentum Liechtenstein von Dr. Emil Kühn in Zürich in dankenswerter Weise untersucht, und es haben diese Untersuchungen ergeben, daß die Siedler am Borscht an Haus- tieren hatten: Hunde, Schweine, Ziegen, Schafe, Rinder und Pferde. Die einzelnen Schichten ergaben: Endneolithikum: Knochen von Rind und Pferd. Endneolithikum bis Frühbronzezeit: solche von Schwein, Ziege, Schaf und Rind. >) Dr. Oswald Menghin. Eine archäologische Wanderung am Schellen- berg. Jahrbuch Bd. 33. S. 33 u. sf. -) Adols bild: Wallsiedlung im Borscht. Grabung 1M5. Jahrb. Bd, S. 95 u. ff., besonders S. 112. Vergl. auch: Adolf Silo: Wallsiedlung im Borscht. Grabung 1936. Jahrbuch Bd. 36. S. 31 u. ff.
        

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