— 72 — zum Teil etwas abweichen und einfacher sind. Es.gibt zum Beispiel in Triefen viel mehr komplizierte Erweiterungen der einfachen Grundformen^ (besonders der Stabform) als am Berg. - Wo die Hauszeichen auch als Holzzeichen verwendet werden, müssen sie Formen 
haben. dienlich mit der Axt leicht einHauen lassen. Dies ist bei unsern Zeichen der Fall. Sie bestehen, mit Ausnahme von Zeichen 
Nr. 46, aus lauter Geraden und Punkten, 
die sich, ent- sprechend ihrer Länge, entweder mit der ganzen oder mit der halben Axtschneide oder mit der Spitze der Schneide 
(Zeichen 60, 61) leicht" einkerben lassen. Früher fanden die Hauszeichen überall allgemeinere, Verwen- duna. Man zeichnete damit die Eebrauchsgegenstände. besonders hölzernes Milchaeschllr..d^WeIkzeuge^.a.us- und Feldgeräte, die Mehschellen und Schellriemen. Dem Großvieh wurde d.as.. Haus- zeichen als.Haarmal. mit^d.e.r„SMr.e^M Kleinvieh hängte man Holztäfelchen mit dem Hauszeichen des Besitzers um dMlZMIISL>M.^Ziegen und Schweine wurden^auch mU^em Obrzeicken.versehen: durch Variationen von Schnitten, K^Len und LöcherI^n^d.e.n.Ohren.kM leicht kenntlich gemacht werden. Auch in Triesenberg kannte man diese Ohrzeiche.n für die „Nößer", wie man dort das Kleinvieh benennt. Die Hausmarken wurden auch als Erenzzeichen benützt, indem man die Markpfosten mit dem Eigentumszeichen versah. W.er_.friiher ein^.Si.egel..brauchte, der verwendete als Siegel- zeichen oft.das Hauszeichen: Beisviele dafur^finden 'sich in diesem Band unseres Jahrbuches, in der Arbeit über die Landammänner und deren Siegel (Beispiele: Jäger, Kindle und andere). Auch auf Warmen fanden die.Hausmarken oft Verwendung, und fast jedes Wappenbuch zeigt solche aus Hauszeichen entstandene Wappen- zeichen. Es ist naheliegend, Form und Gebrauch der Triesenberger Hauszeichen auch mit denen des Wallis und der Bündner und Vor- arlberger Walsersiedlungen zu vergleichen. Solches Vergleichs- material bieten besonders folgende Schriften: Dr. Max Emür, „Schweizerische Bauernmarken und Holz- urkunden"' I. Jörger, „Bei den Walsern des Valsertales"; Stebler. „Alp- und Weidewirtschaft", ferner Steblers Monographien über verschiedene Walliser Täler und Gemeinden. In dem Buch „Die
        

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