— 25 - Das lebendige bewußte und unbewußte Schaffen des Volkes und der Volksseele seit Jahrhunderten bis jetzt verfolgten die Ar- beiten über Sprache, Sprüche, Sagen, Namengebung, Bräuche, also über Volkskunde, in den Bänden 11, 15, 16, 17. 20. 24, 28, 34: Joseph Ospelt. P, A, Schädler, Dr. Schädler. Nipp, Mayer, Jutz. Vollsgesundheilliche Fragen behandelte in Band 36 Dr. Risch, Das wäre so in kurzen Zügen erwähnt der äußere Niederschlag der geleisteten Arbeit. Wir wissen, daß noch manche Lücken klaffen, manches vielleicht an der getanen Arbeit zu korrigieren ist, aber bleibt unser Wissen und unsere Erdentätigkeit nicht immer Stück- werk? Dankbar wollen wir anerkennen, daß schon vor der Tätigkeit des Historischen Vereins manches getan wurde, und zukunstssreudig wollen wir hoffen, daß noch vieles vollbracht werden kann. Wahllos seien einige Themen herausgegriffen: Die Bearbeitung der liech- tensteinischen Dialekte, die Erklärung der Orts- und Flurnamen, die Eewannbildung der Felder, die volkswirtschaftliche Geschichte, die Geschichte der Alpenweiden, des Rheins und andere mehr. Das Vereinsleben als solches bewegte sich in mehr oder weniger stillen Bahnen. Unzählige Ausschußsitzungen fanden statt. Exkur- sionen des Ausschusses und des Vereins wurden veranstaltet sowohl im In- als auch im Auslande. Mit den umliegenden und ferneren Vereinen wurde reger persönlicher und Tauschverkehr unterhalten. Kunst- und Naturdenkmäler wurden photographisch festgehalten, Anregungen zu gesetzgeberischer Tätigkeit gegeben, so z. V. zum Gesetze über Naturdenkmäler, Tier- und Pflanzenschutz, zur Bildung eines alpinen Schutzgartens, für Kunstschutz (Nendler und Ruggeller Altar), Anpassung der Bautätigkeit an das Heimatbild. Von unsern Nachbarn lernten wir manches, aber auch unser Berein konnte be- fruchtend wirken gerade in bezug auf die Ergebnisse der Ausgrabun- gen. Im Lande selbst wurde der Sinn für Heimatgeschichte und Heimaterhaltung geweckt. Die vorhandenen Sammlungen wurden gemehrt und gesichtet, die Bibliothek wesentlich erweitert. Hierbei kamen durch Bereitstellung von Räumlichkeiten in besonderem Maße entgegen die Durchlauchtigsten Landesfürsten, das Land und die Gemeinde Vaduz. Dies alles war nur möglich durch Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und kräftige Unterstützung durch Regierung und Für- stenhaus.
        

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