— 249 — Anekdoten Rheinberger, die Arbeit eines Schülers prüfend, bemerkte: „Diese Stelle des Hornsatzes klingt abscheulich!" Der Schüler, ganz verwirrt, sagte schüchtern: „Aber, Herr Professor, sie soll auch nur pianissimo geblasen werden." — „Das ist grad so", war die Ant- wort des Meisters, und ein feines Lächeln umspielte seinen Mund, „wie wenn jemand beichten ginge und sagen würde: Hochwllrden, ich habe gelogen, aber nur ganz — leise." (Nach Professor Josef Renner jun.) Rheinberger wollte sich über die künstlerische Befähigung seines Neffen Egon, der einer Bildhauerklasse der Münchner Akademie angehörte, informieren. Als nach einer befriedigenden Auskunft der betreffende Lehrer sich auch über das sonstige Verhalten seines Schülers verbreiten wollte, verabschiedete sich Rheinberger mit ver- bindlichem Lächeln: Danke! Ich wollte nur wissen, ob er Talent hat. (Nach Bildhauer Professor Heinrich Jobst.) , 5 ck
        

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