— 215 — Hs-Moll sei eigentlich eine unheimliche Tonart". Doch trifft dies hier bei der Sonate nicht ganz zu; denn schon der 1. Satz, wohl teil- weise düster-ernst, ist durchtränkt von einem erquickenden Wohllaut in den vortrefflich gearbeiteten Fugatos und Motivimitationen. Der „Religiöse Marsch" 
(auch für Blasorchester instrumentiert) ist ein schön 
abgeschlossenes, trauermarschähnliches Stück. Die ^-Moll-Sonate (op. 127) gemahnt uns im 1. Satz in seinen majestätischen Akkorden an den mächtigen, gewaltigen Bau eines gotischen Domes. Im 2. wird ein sanftes Thema kunstreich variiert. Während der Mittelsatz der H-Moll-Sonate (op. 
132) ein für den gottesdienstlichen Gebrauch treffliches Tonstück bildet, haben wir im Hauptsatz, der ?g88geaglia, ein Kunstwerk, wie sich solche 
in der gesamten Orgelliteratur nur wenige finden werden. Im Pedal pp beginnend, erklingt ein achttaktiges Thema seine zwanzigmal und wird, ohne langweilig zu wirken, stets 
in neuer, abwechslungsreicher Weise von kontrapunktierenden Stimmen umspielt. Die il-Moll-Sonate (op. 146) besitzt im 1. 
Satz ein zu 
kirch- lichen Zwecken gut verwendbares Präludium. Den 
Mittelsatz bildet ein „Thema mit Veränderungen", das in mannigfacher Art 
ver- wendet wird. Den 
Glanzpunkt vertritt aber der schwungvolle Schlußsatz in tt-Dur. Der 1. 
Satz der V-Moll-Sonate (op. 
148) ist ein Gebilde voll verzehrender Leidenschaftlichkeit 
(^Zitato), während im Mittelsatz eine hübsche Lantilsiie bei einer Art „?i^ieato"-Pedalbegleitung sich ausschwingt. Ein freundliches, glanzvoll wirkendes Bild bietet die Phantasie der Oes-Dur-Sonate (op. 
154). Hieran schließt sich im „^Ilegro a^itato" ein bewegtes, ungemein animierendes Leben mit nach- herigem Rückgang zur 1. Satzgruppe. Der 2. Satz wird bei gewähl- ter Registrierung einen unvergleichlichen Klangreiz auf Herz und Gemüt des Hörers auszuüben imstande sein. Eine 
klangschöne In- troduktion und Fuge beschließt dieses Werk. Die Charakterstücke (op. 156) 
sind eine Sammlung geistreicher musikalischer Detailmalerei. 
Sehr brauchbarer kirchlicher Stoff fin- det sich in den 12 Monologen (op. 162). Die Meditationen (op. 167) sind ebenfalls sehr wertvolle, gediegene Eelegenheitsstücke. Die Sonate op. 165 
(L-Dur) hat als Schlußsatz 
in der Toccata einen gewaltigen, mächtigen, monumentalen Satzbau. Im 2. Satz
        

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