— 147 — Wie'6 beim Meister war' Erinnerungen aus den beiden letzten Zahren seines RontrapunKt- und Huimpofltioneunterrtchte (Jahrgang 1899-1S01) Von Georg Hild Im 28. Jahresbericht- der Königlichen Akademie der Tonkunst in München findet sich unter den Allgemeinen Nachrichten die Mit- teilung: In den dauernden Ruhestand trat wegen Krankheit Eeheimrat Dr. Joseph Rheinberger unterm 16. Oktober 1961. Schon wenige Wochen später, am 25. November, rief ihn der Tod ab. Der berühmteste Name in den Verzeichnissen der an der Mün- chener Musikschule tätigen Lehrer sollte von nun an nicht mehr in Erscheinung treten. Kein Geringerer als Richard Wagner hatte die Anstellung des damals erst 26jährigen Meisters an der von Ludwig II. geplanten, neuzugestaltenden Musikschule ^ gefördert. In einem Bericht nimmt er (Wagner) gegen die vom König am 13. April 1865 ernannte Kommission angesehener Musiker und Gelehrter Stellung und fügt hinzu, „er bemerke dabei ausdrücklich, dasz er die Wahl des Herrn Professor Rheinberger, als wirklichen ausübenden Musikers und Künstlers, für eine Bereicherung des von Seiner Majestät erwähl- ten Ausschusses ansehe." Und kein Geringerer als Hans von Bülow, der dann zum Di- rektor dieser Musikschule ernannt wurde, schreibt über Rheinbergers „Er ist ein wahrer, idealer Kompositionslehrer, der an Tüchtigkeit, 1. Die Anrede „Meister" wurde von uns Schülern nur selten gebraucht. Wir 
sagten „Herr Professor" 
oder „Herr Eeheimrat". 2. Jahresberichte wurden erst seit 1874 herausgegeben. S. Rheinberger war bereits am alten „Hauserschen" Konservatorium tätig gewesen. 4. Brief an den Maler Spitzweg. Bülow blieb, bei manch sachlicher Ein- schränkung in der Anerkennung Rheinbergers als Komponist, stets dessen
        

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