— 12 — Rechte entgegenzukommen, sowie das Wohl und den Fortschritt seines Fürstentumes kräftigst zu fördern, waren die Kennzeichen Johannes ll, als Landesfürst. Während des Weltkrieges mußten bekanntlich unsere Lebens- mittel zu einem beträchtlichen Teile aus der Schweiz bezogen wer- den, die schon damals hierin ein sehr großes Entgegenkommen bekundete, obwohl irgendwelche vertragliche Verpflichtung hiefür nicht bestanden hatte. Diese Lebensmittel mußten aber natürlich in Franken bezahlt werden, während unser Land noch die Kronen- währung hatte, die jedoch von Jahr zu Jahr im Werte zurückging. Dadurch sind für das Land gegenüber der Schweiz Verbindlichkeiten in Betrage von Fr. 550 000.— entstanden, deren Zahlung der hoch- selige Fürst durch-ein Darlehen an das Land ermöglichte, und ich weiß, daß für die Beschaffung dieses Darlehens der Fürst und das Fürstenhaus große Opfer brachten. Den Schuldschein über dieses Darlehen hat Fürst Johannes, ohne Bezahlung erhalten zu haben, anläßlich des Jubiläums seiner Löjährigen Regierung vernichtet. Und als das Jahr 1927 die noch in aller Erinnerung stehende Hoch- wassertatastrophe brachte, war es wiederum der hochselige Fürst, der 1928 zur Behebung der.Schäden eine Schenkung von 1 Million Franken an das Land machte. Daneben sind aber während der ganzen Regierungszeit Johannes II. bei den verschiedensten An- lässen noch viele weitere und bedeutende hochfürstliche Mittel für öffentliche Zwecke geflossen. Bon dieser Munifizenz gegenüber seinem Fürstentums auf die eigentliche Wohltätigkeit überzugehen liegt nahe. Und da darf ohne jede Übertreibung gesagt werden, daß seine Akte des Wohltuns ungezählt sind. Was er hier im Ländchen und außerhalb desselben, besonders auch in jenen Gebieten, in welchen die hochfürstlichen Besitzungen gelegen sind, verschenkt hat, ist nur dem Herrgott be- kannt. Keine Pfarrei, leine Gemeinde und kein gemeinnütziges Unternehmen im Lande gab es, denen der Fürst nicht hätte seine Unterstützung angedeihen lassen. Besonders ist es auch der vom Fürsten gewidmete Wohltütigteitsfonds, der ein dauerndes Zeugnis des fürstlichen Edelsinnes gegenüber der bedrängten Menschheit darstellt. 1887 mit einem Kapital von AIOOO Gulden ausgestattet und nach der Kronenentweitung 1921,22 neuerdings mit 40»00 Fra-ilei! dotiert, hatte dieser Fonds die Bestimmung, aus seinen
        

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