— 129 — Einiges über Vorsahren und Abstammung Jloseph Rheinbergers Von Rudolf Rheinberger Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, in diesem Rahmen eine nach rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten aufgebaute genea- logische Abhandlung zu schreiben. Vielmehr soll dieser kleine Aufsatz die Abstammung Rheinbergers nur in den Erundzügen aufzeigen und Persönlichkeit und Charakter einzelner seiner Vorfahren kurz beleuchten. Wenn wir die noch vorhandenen, unser heutiges Liechtenstein betreffenden Urkunden des 16. und früherer Jahrhunderte durch- gehen, so werden wir den Namen „Rheinberger" vergeblich suchen. Auch im Legerbuch des Jahres 1584, das sämtliche damals in den Herrschaften Vaduz und Schellenberg ansässigen Geschlechter erfaßt, begegnet uns noch kein Träger dieses Namens. Dann aber, um das Jahr 169V, treten gleich zwei Brüder, ein Hans und ein Mathys Rheinberger, in Erscheinung, und diese sind die Begründer der bei- den heute noch in Liechtenstein lebenden Linien, aus deren einer auch unser Tondichter Joseph Rheinberger hervorging. Eine alte Familienüberlieferung besagt, daß das Geschlecht ur- sprünglich aus der Gegend von Rankweil in Vorarlberg stamme, was ich auch bei meinen Nachforschungen immer wieder bestätigt finden konnte. Der Name Rheinberger kommt von dem ursprünglichen Wohnsitz der Familie, dem „Rinberg", einem Waldvorsprung öst- lich von Rankweil. Eine Urkunde aus dem Jahr 1426 nennt einen „Steffan ab dem Rinberg uff Rinberg" und einen „Martin ab dem Rinberg uff Rinberg". Eine weitere aus dem Jahr 1538 einen „Christian Reinberger ab Reinberg". In diesem Jahrhundert lassen sich noch mehrere Mitglieder des Geschlechts urkundlich feststellen. Wir dürfen die um 16VV nach Liechtenstein eingewanderten Brüder Hans und Mathys Rheinberger wohl mit Sicherheit als Nachkom- men der „Reinberger ab Reinberg" betrachten, llber die Herkunft der Bewohner des „Reinberges" läßt sich aber noch mehr ermitteln. Eine vortreffliche Zusammenstellung über „die Ansiedlung der Wal-
        

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