— 91 — Stand des Landesvermögens in diesem geschilderten Zeitraume noch gehobcu. Im Jahre 1889 betrug der Vermögens- bestand der Landcskassc 131,965 fl,, ivogegen jedoch das Land eine restliche Schuld von 13,750 fl, an die fürstl. Mäjorats-Hauptknsse auf sich hatte. Diese Schuld ivurde au- fcmgs der Nennziger Jnhre abbezahlt, Ende 1900 bezifferte sich der Vermögensstand der Landeskasfa auf 181,281 fl. Die Vermögensstcigernng betrug also gegeuüber dem Stande vom Jahre 1889 die verhältnismäßig immerhin ansehnliche Summe von 93,069 fl. Ueber die Entwicklung der anderen öffentlichen Fonde sei Nachstehendes berichtet. Die landschäftliche Sparkassa besaß Ende 1889 ein Gcsamtvermögen von 663,735 fl, und einen Reservefond in der Höhe von 79,l65 fl, Ende 1900 betrug das Aktivver- mögen der Sparkassa 1,853,773 fl„ der Reservefoud 156,330 fl. Das Aktivvermögen hatte sich also nahezu verdreifacht, der Reservefond uahezu verdoppelt. Wenn man in Rechnung zieht, daß im Jahre 1898 von dem Neservefond 20,000 fl. entnommen und dem landsch. Armenfonde überwiesen ivurdcu und daß bei gleich bleibender Zinsansgnbe von 1 "/o nn die Einleger die Eiimnhmezinsen von Hapvtheknrdnrlehen nnf 1>/2 o/L beziehungsweise bei Annnitäten-Dnrlehen auf 
1'/4 °/» zurückgesetzt ivorden lvaren, so ist das obige Resultat von dein Stande des Reservefondes immerhin noch ein günstiges. Was aber besondere Erwähnung verdient, ist das erfreuliche An- wachsen der Einlagen vvu Privaten nnd von Korporationen. Auf Privatpnrteicn entfielen Ende 1900 an Einlagen 1,263,358 fl., alsv beinahe das Dvppelte des gesamten Spar- kassn-Rechnnngsvermögens vom Jahre 1889. Dabei ist zn bemerken, daß nicht etwa einzelne große Einleger da sind, sondern daß der kleine Sparer ganz überwiegend vertreten ist. Die Gesamtsumme der Einlage einer einzelnen Privatpartei übersteigt in keinem Falle den Betrag von 20,000 sl. Das erfreuliche Anwachsen unserer lnndsch. Sparkasse ist daher be- sonders auch von diesem Gesichtspunkte nus, der eine Hebung des Bolkswohlstnndes deutlich erblicken läßt, zu begrüßen.
        

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