— 89 — dig gewvrdeuen Schaffung der Stelle eines zweiten Kassenbe- amten nnd zum Teile von der gesetzlich eingeführten Regulier- ung der Beamtengehalte. Der Pensionsetat bezifferte sich im Jahre 1890 auf zirka 2000 fl., im Jahre 1900 auf 3200 fl. Die Amtserforde rnissc betrugen im mittleren Durchschnitte annähernd 7500 sl. Die im Vergleiche zu früheren Zeiten ins Ange fallende Steigerung hängt mit der Erhöhung der Briefbotcnlöhne, ivelche auch in diese Rubrik aufgenommen sind, mit erheblichen Auslagen für besondere technische Exper- tisen und mit vermehrten Auslagen für Reparaturen an land- schästlichen (Sebäuden zusammen. Die Auslagen für die Volksschulen, ivelche ein- schließlich der besonderen Schulanslagen und der Lehrerpen- sione» im Jahre 1890 13,000 fl. ausmachten, stiegen infolge der gesetzlichen Gehaltserhöhungen und der Vermehrung des Lehrpcrsonals rasch uud erreichten im Jnhre 1900 die ansehn- liche Höhe vvn annähernd 20,000 fl. >) Es sei hier bemerkt, daß die Gemeinden nur für die Lehrerwohnung nnd das Heiz- material aufzukommen habeu, während das Land die übrigen Erfordernisse deckt und auch die Gehaltsauslngen für die Kin- dergärten auf sich genommen hnt. Beknnntlich leisteten bis zum Jnhre 1879 die Schulnuslngeu fast ausschließlich auf den Ge- meinden allein. Wie ans den Berichten über die Tätigkeit des Landtages in den letzten Jahren zn entnehmen ist, leistete das Land außerdem bei Reparaturen oder Rcnherstcllnngen von Schnlgebäudcn namhafte Beiträge, die in der Regel 20 o,'o der erwachsenen Kosten betrugen. Die Ausgaben sür Landeskultur z iv ecke waren sehr bedeutend. ') Vvn diesen 20,000 fl. entfallen annähernd 10,000 
fl. ans Ge- halte und Pensionen des Lehrervcrsonals; die restlichen 4000 fl. wurden sür besondere Schulausgaben verwendet, 
wovon sür Studicnstipendien nahezu 2000 fl. verausgabt wurden. Die Ansuchen 
um solche Stipendien hatten sich in den letzten Jahren vermehrt, 
woraus ersichtlich ist, dasj daS Streben nach höheren Bcrussarten zngeifommen hnt. Eine ergiebigere Unterstützung dieser Bestrebungen von Seite des Landes war 
um so an- gezeigter, als 
für solche Zwecke nur die beiden Stipendienstiftungen von Pfarrer Kriß und Pfarrer Lutz mit einer jährlich verfügbaren Rente von zirka 160 fl. vorhanden waren.
        

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