— 84 — Im vierte» Abschnitte des Gesetzes wird die wichtige f i » a n - zielte Materie, »ämlich die Pensionierung der Lehrer und die Ver- sorgung ihrer Witwen und Waisen in einer Weise geregelt, die als eine sehr glückliche bezeichnet werden muß, weil sie sür den Lchrcrstand sehr wohltätig und für das Land doch in kciner Weisc belastend ist und überdies dem Lehrer die Möglichkeit gibt, seine und der Seinigcn Zukunft aus eigenen Mitteln sichern zu können, was auch sür sein S ta n d es b c w u ß ts c i n und sür Stellung dein Volke .gegenüber von nicht zn unterschätzendem Werte ist. Die Pensionsverhältnisse werden durch dieses Gesetz so geordnet, daß das Land keinen pekuniären Nachteil erleiden, sondern vielmehr eine» Vorteil haben wird, indem die Lehrer durch die in § 52 fixierten ein- maligen und jährlichen Beiträge ihre Pension sich selbst schaffe» in ähn- licher Weise wie die Beamten." In Durchführung dieses Gesetzes erließ die sürstl. Re- gierung noch eiue Verordnung, in welcher einige Be- stiniinuugen der Verordnung uoiu 28. Mai 1899 betreffend die Di enstpr üfn n g e n der Lehrpersonen analoge Abänderungeu erhalten.') Eine Frage, ivelche den Landtag schon im Vorjahre nnd nun cmch in diesem Jahre wiederholt beschäftigt hatte, betraf die Erstelluu g e incs neuen liechtensteinischen Amts- gebändes in Vaduz. Räch lnngeu Debatten sprach sich der Landtag in der Sitzung vvm 28. Juli 1909 mit allen gegen eine Stimme?) zur Erstellung eines landschäftl. Amtsgebändes für den Platz ii? der Nähe der Kirche und für den Banplan des fürstl. Architekten v. Nenmnnn ans nnd beschloß znr finan- ziellen Erinöglichung des geplanten Unternehmens ein moti- viertes Bittgesuch au den Landesfürsten. Ueber die Bcdürfnis- frage enthält der vom Präsidenten erstattete Kommissionsbericht in der Einleitung folgende Motive: „In der Sitzung vom 12. Juni 1899 sprach sich der Landtag sür die Zweckmäßigkeit der Erstellung eiues l. Amtsgebäudes und für die Adapticruug der bisherigen Amtsgcbändc zn Dienstwohnungen aus. Die Veranlassung zu diesem Beschlusse war ursprünglich die notorische Wohn- ungsnot der Beamten. Seit mehrere» Jahren wurde von der Regierung L. G. B. Nr. 6 1900. Verordnung vom 23. XI. 1900. -) Der betreffende Abgeordnete (Dr. Schlegel) war in der Platz- fragc anderer Ansicht und hatte sich sür die Erstellung des Amtsge- bäudes an, nördlichen Ende von Vaduz — im sogenannten Bockwein- berge — ausgesprochen.
        

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