— 71 — ivegung und defilierte zunächst vor den Mitgliedern des Lan- desschulrates, die auf eiuer Bühue vor dem malerisch deko- rierten Schnlhause Platz genommen hatten. Der über. 1509 Personen zählende Zug mit seinen 
11 schön geschmückten Standarten und den 400 bunten Fähnchen bot einen prächtigen Anblick; die Gruppe der in Weiß gekleideten, mit Schärpen in Laudesfarben gezierten Zöglinge 
des Instituts Gutenberg, soivie die Schüler der Landesschule in Turnerkostüm - hoben sich besonders ab. Ein nicht iveniger eindrucksvolles Bild ge- mährte der herrlich gelegene Festplatz im Ebenholz, mit dein Ausblicke auf die 
hoheu Wassersäuleu, welche durch die Hydrauten der Spinnerei Jenny, Spörry u. Cie, in die Lnft geworfen wurden. Auf dem Festplatze 
entwickelte sich bald ein buntes Treiben, das 
durch passende Ansprachen, Gesangsvorträge und Jugeud- spiele wirkungsvoll belebt ivurde. Die Zahl der Festteiluehmer und Zuschauer betrug 
über 3000 Personen. Ordentlicher Landtag vom 27. Mai bis »0. Anglist 18»». Die Mitglieder des Landtagsburcau's vom Vorjahre wurden wiedergewählt. Ein von 
der fürstl. Regiernng vorgelegter Gesetzent- wurf betreffend die Regulierung der Bezüge der Staatsangestellten') wurde vom Landtage angenommen. Das 
ueuc Gesetz ändert die Bestimmungen des § 4 vom Gesetze vom 18. Dezember 1888 und ivurde vou 
der fürstl. Negierung auf Grund eines fürstl. Handbillets vom 6. No- vember 1898 anläßlich des 40-jährigen Rcgierungsjubiläums Seiner Durchlaucht einwarfen. 
Die Gehaltsklnssen werden darin entsprechend normiert nnd zwar wird für die 
II. Klasse ein Gehalt von 1800, fl., für, die 
III. Klasse von 1400 fl., für die 
IV. Klasse von 1100 sl., für die 
V. Klasse von 800 fl. und für die 
VI. Klasse von 500 
fl. festgesetzt. In zwei Stufen und zwar nach Maßgabe der 
zurückgelegten Dienstzeit von über 5 bis zu 10'Jahren uud vou über 10 Jahren, beträgt >) 
L. G. B.Niv,3>.1899. Gesetz vom 3. VII., 1899.
        

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