— 69 — entwässert. Im Tal und im 
Alpcngebiete ist der Verkehr durch viele neue Straßen in 
gelungener Weise ermöglicht 
worden. Unser Schulwesen ivurde neu organisiert. Das bäuerliche Kreditwesen hat sich durch die Schassung der 
landschaftlichen Sparkasse und die daran geknüpften ge- setzlichen Resormcn 
wesentlich gebessert und kann den Vergleich mit in dieser Beziehung 
am besten eingerichteten Gemeinwesen aushalten. Das Finanzwesen des Landes und speziell auch das der Gemeinden ist ein wohlgeordnetes geworden. Die Gesetzgebung und Administration wurden entsprechend den steigernden Fordernngen der Zeit in günstiger Weise ausgestaltet. Durch die hochherzige Munifizenz Eurer Durchlaucht wurde es verschiedenen Gemeinden ermöglicht, schöne und stilgerechte Gottes- häuser zu erstellen uud bestehende entsprechend auszuschmücken. Auch das Land wurde durch einen großen Beitrag zu den Rheinschutzbauten und durch die Schaffung und nachträgliche Dotierung des sürstl, Landeswohl- tätigkeitssondcs von Eurer Durchlaucht zu bleibendem Danke ver- pflichtet. Außerdem haben Eure Durchlaucht durch eine Reihe von Gnadenspcnden an Gemeinden und Korporationen eine Fülle von Wohl- taten erwiesen. So hat sich unser Land in den letzten vier Dezennien durch Gottes besondere Fügung unter der Regierung eines hochherzigen Fürsten in friedlicher Arbeit glücklich entwickelt. Indem der Landtag 
im Anschlüsse an seine ehrerbietigsten Glück- wünsche uud im Gefühle großer Dankbarkeit für die vielfachen dem Lande von Eurer Durchlaucht mit freigebiger Hand gespendeten Wohltaten die Versicherung unverbrüchlicher Treue und Anhänglichkeit an die erhabene Person E u r er Dn rch l a u ch t und an das angc- stammte Fürstenhaus erneuert, bittet er Gott den Allmächtigen, daß er Eure Durchlaucht noch eine ungezählte Reihe von Jahren zum Wvhlc und zum Segen unseres treuen Volkes erhalte 
und beschütze." Der Landesfürst erwiderte auf die Ansprache 
des Präsi- denten Folgendes: „Mit Befriedigung habe Ich aus Ihrem Munde soeben den Aus- druck loyaler Ergebenheit vernommen und nehme gerne die 
gewiß aus- richtig gemeinten Glückwünsche entgegen, welche Sie Mir namens des Landtages zum 40-fährigcn Regierungsjubiläum dargebracht haben. Es erfüllt Mich mit Freude, der namhaften Fortschritte gedenken zu können, welche während Meiner Regierungszeit durch einträchtiges Zusammen- wirken aller berufenen Organe auf öffentlichem Gebiete erzielt wurden. Sie dürfen überzeugt sein, daß Ich auch iu Zukunft dem Gedeihen Meines lieben Fürstentums und der Wohlfahrt seiner treuen Bewohner Meine stete Ausmerksamkcit zuwenden werde." Alsdann nahm 
der Fürst aus den Händen des Landes- vikars nnd Kanonikus Johann Baptist' Büchel ein Gratula- 5
        

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