- L5 — mit dem 
für Sparkassa-Einleger b e st i in in t e n: Zinsfüße zn 
verzinsen sind,') ivnrde vom Land- tage angenommen. Artikel 3 
des Gesetzes vom 31. Dezember 1893 hatte einen Zinsfnß von 
4>/2'̂o für die 
vom Waisen- amte verivalteten 
Gelder bestimmt. Dieser Satz erivics sich ivegen der zivischenwcilig eingetretenen Veränderung der 
Kredit- verhältnisse zu hoch uud hatte zur Folge, 
daß jährlich Nech- nungsabgänge aus 
Landesmittetn ersetzt iverdcn mußteu. Die nene Bestiminung 
war also durchaus gerechtfertigt. Mit dem Gesetzentwürfe, welcher mehrere B e st i in m » ngen über den Verl u st der bürge r - l i ch e n E h r e n r e ch t e n a ch g e s ch e h e n e r A b n r t e i l - n n g w e g e n V e r g e h e n s oder Verbrechens ab - ändert,?) kam 
die fürstl. Regierung einem vom Landtage im Vorjahre gefaßten Beschlusse nach. 
Der Verlnst der bürger- lichen Ehrenrechte wird in dem 
neuen Gesetz auf eine bestimmte Zeitdauer beschränkt, die nach dem Grade des 
Deliktes wechselt, und jedesmal bei der Verurteilung 
oder Schlnßfassnng von der erkennenden Behörde anzugeben ist. Bisher hatte eine Reihe von Verurteilungen wegen Verbrechens, Vergehens oder Ueber- tretnngen ohne Weiteres den 
lebenslänglichen Verlnst der ge- nannten Ehrenrechte zur Folge. Das 
neue Gesetz entfernte daher manche Härten, welche durchaus nicht mehr zeitgemäß, waren. Eine nicht unwichtige V e r k e h r s v e r b e s s e r n n g. kam im Jahre 
1898 zustande durch die Erstellung tele- phonischer Verbindungen i m Lande. Schon im Borjahre hatte der 
Landtag beschlossen, Telephonverbindungen im Lande zii, erstellen. 
Der Beschluß hatte jedoch zur Grund- lage, den Betrieb in eigene Verwaltung zu nehmen. Die In- formationen, welche 
die fürstl. Regierung zwischenweilig ge- sammelt hatte und dem Landtage zur Mitteilung brachte, lauteten dahin: daß der Betrieb in eigener Verwaltung un- verhältnismäßig teuer werde, da 
in diesem Falle 
der Anschluß an die Postämter 
unmöglich sei. Es müßte ferner für einen ständigen Techniker gesorgt werden. Endlich dürften sich die i) 
L. G. B. Nr. 4 
1398. Gesetz vom 8. VIII. 1898. -) L. G. B. Nr. 3 1898. Gesetz vom 8. V111. 1898. I
        

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