— 47 gedeutet werden, welche den Zweck der Wuhrschließung berechtigt er- scheinen lassen: 1, Soll die Rhcincinbrnchsgesnhr dadurch beseitigt werden; dieselbe ist an diesen Stellen am größten, wie die vielfachen Ersahruugeu anläßlich der Hochwässcr, sowohl ans unserer Seite, wie besonders aus Schweizer Seite und auch aus dem vornrlbergischen Gebiet gezeigt habe», 2, Es ist scrncr eine bekannte Tntsache, daß sich bei den Wuhrlücken die Geschicbsmnssen der Mittel- und Hochwässcr in erheblichem Grade nblngcrn nnd so zu der verhängnisvollen Hebung der Rhcin- fohlc stetig beitragen, welche wieder andererseits die Erhöhung der Wuhrc bedingt. Sind die Wuhre geschlossen uud die Korrcktions- linie durchgeführt, so steht zu erwarte», daß die nunmehr ungc-' brocheue Krnst der Wnsscrmassc» das Geschiebe nbsühre» und die Rhcinsohlc wieder vertiefe» kann, 3, Das Rückstnuwnsser der jetzigen Binnengewässer-Einlnuse wird aus ei» einziges Eiumüuöuugsgcbiet beschränkt und endlich, ist anzu- nehmen, dnß durch ciuc zweckmäßige Anlage des Snmmclknnnles das Gebiet der „Esche" in längst gewünschter Weise entwässert werden kann," Die fürstliche Regierung war mm dem Ersuchen des Landtages nachgekommen nnd hatte den damaligen Landes- techniker Mathansch beauftragt, das gewünschte generelle Pro- jekt ansznarbeiten. Diese Arbeit, welche der beauftragte Beamte zumeist durch wenig branchbare Lente besorgen ließ, und die bis zum Frühjahr 1895 bereits über 3000 fl, Kosten verursacht hatte, 
erwies sich nls mangelhaft und unbrauchbar, weshalb der Landtag in der Sitznng vom 30. Juli 1895 den Beschluß saßte, die fürstt. Regierung aufzufordern, die Vorarbeiten zn dem generellen Binnenkanalprojekte einstellen zn lassen. Dieses geschah dann auch, unchdem verschiedene von Fachleuten eiugeholte Gutachten da? Urteil des Landtages bekräftigt hatten. Ans die weitere Entwicklung der Binnenkanalfrage wer- den ivir seinerzeit zurückkommen. Auf ein Ansuchen der Gemeinden Gamvrin und Eschen wird denselben znr Wiederherstellung der abge- brannten Rhein brücke bei Bendern ein 4 o/o Sparkassa- Darlehen von 5000 fl. bewilligt unter der Voraussetzuug, daß. die fürstl. Regieruug denselben die Einhebnng eines Brücken- geldes gestatte und daß aber, sobald die Erstellnngskosten der
        

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