— 238 — Antwort: Im ganzen Bnche habe ich auf Vorarlb erger Verhältnisse kaum zehn Mal hingewiesen. Und wenn auch? Das wäre ja sehr lobeuswert! Aber „ u nzä h l ig c m a l"! Wenn man einen Ort oder einen Mann aus Vorarlberg 
nennt, so hat man noch nicht aus Verhältnisse hingewiesen! 16, Endlich weist der Kritiker darauf hin, daß ich bezüglich der An- sicdluug der Walliscr in DcimülS im Irrtum sei, 
denn sür's erste sei diese Ansiedlung nicht, wie ich geschrieben, im Jahre 1303, sondern erst im Jahre 1326 erfolgt, für's zweite liege Damüls nicht im Walsertale, Hierin muß ich dem Herrn endlich einmal recht geben. Aber wegen diesen Kleinigkeiten mühte ein Historiker nicht soviel Wesens machen, der wegen wichtigerer Dinge schon wiederholt unter die Räder 
geraten ist. Jeder Historiker, auch Zösmair, kann irren. Um ein Beispiel aus der nllerneucstcn Zeit anzusührcn, möchte ich der Ansicht Zösmairs im Aussatz „Ueber die Ansänge von Burg uud Herrschast Blumcncgg", daß Vaduz zur Grafschaft Blumen- cgg gehört habe, widersprechen, Vaduz hat zur Grafschnst Wcrden- bcrg gehört und kam dann bei der Teilung zu Snrgans, Vom 3, Mni 1342 datiert der Teilungsbricf zwischen Graf Hartmann und seinem Bruder Rudols zu Snrgnns, Hartmann erhielt: Vaduz, Blumenegg, Nüziders und was dazu gehört aus der rechten Rheiu- seitc, 
Vaduz ist also hier nicht in Blumenegg enthalten, sondern erscheint selbständig und in erster Linie, Hicmit schließe ich. Nun mögen die 
Herren selbst urteilen. Ge- tadelt hat der Kritiker vieles; ein einziges Wort der Anerkennung hat er nicht 
über sich bringen können, während andere Historiker der gleichen Arbeit großes Lob gespendet haben. Einer wohl- meinenden und gerechten Kritik darf man nie aus dem Wege gehen; aber eine Kritik, die diese Eigenschaften nicht hat, schadet der guten Sache sehr. Von jeden-, der über vergaugene Dinge uachsorscht, gilt daS, was einst der berühmte Schweizerhistoriker Kopp an Böhmer geschrieben hat: „Wir lernen von einem Tage zum andern und iu mehr als nur einem Sinne gehe ich täglich in die Schule," Nach diesem von der Versammlung beifällig ausgenom- menen Vortrage kam der 
Vorsitzende Oi'. Albert Schädler auf die bisherigen Veröffentlichungen über archäolog- ische Funde in Liechtenstein zu sprecheu. Er führte aus, daß wir, um über die Urgeschichte unseres Landes
        

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