— 237 — und der Herr Professor Hütte vor allem beachten sollen, daß man in der Kritik gerecht sein sollte. Er tut hier, seinen Lesern gegenüber, als ob er mich darüber belehren müßte, wer dieser Bischos Hartmcinu gewesen sei. Und doch bin ich über diesen Mann ebensogut unterrichtet, als der Kritiker, Er weiß das übrigens; denn er hat in meinem Buche diesen Grasen an allen übrigen Orten, wo er erwähnt ist, als Grafen von Werdenberg- Sargans-Vnduz erwähnt gesunden. Auf Seite 36 hat er lesen können: „Bischof Hartmann II. war ein Bruder des im Jahre 139? verstorbenen Grafen Heinrich zu Vaduz von Werdenbcrg- Sargans aus dem Hause Montsort". Das hat der Kritiker ge- lesen und dennoch tut er seinen Lesern, die natürlich das Buch auf eine solche Empfehlung hin nicht lesen werden, kund und zu wissen, ich kenne nicht einmal die einstigen Regenten meine? Vaterlandes! Hartmann gehörte dem Gesninthause Montsort au, darum nannte ich ihn einmal kurz „Hartmann von Montsort." 11. Die Urkunde von 1389 betreffend den Zehenten (S. 35) hatte ich Kaiser's Gesch. von Liechtenstein S, 295 entnommen. Wenn die Lesart unrichtig war, so bin ich dasür nicht verantwortlich. 12. Ich schrieb S. 34: „Im Jahre 1361 verkaufte Gras Rudolf von Montsort-Feldkirch, der Letzte seiner Linie, seinen Lümmer-,gehnten"?c. Der Kritiker sagt nun, das sei nicht richtig; denn Graf Rudolf IV., der Letzte seines Stammes, habe anno 1361 noch nicht gelebt. — Wenn ich jemand sage, daß Gras Rudolf IV. als alter Mann im Jahre 1399 gestorben ist, so wird er ohne Mühe ausrechnen können, daß derselbe im Jahre 1361 nicht blos schon gelebt hat, sondern ein Mann von reisen Jahren war. 13. Ich habe S. 65 geschrieben: „Die adelige Familie von Kriß stammte aus Satteins." Der Kritiker leugnet das; sie stamme von Tisis, von einem Weiler Griß oder Krics, was von „Äriese" herkomme. Antwort: 
Im bischöfl. Archiv zu Chur steht aus einer Urkunde schwarz auf weiß von der Hand eines von 
Kriß selbst geschrieben, die Familie stamme aus Satteins. 14. Der Kritiker kann es nicht genug tadeln (dreimal erwähnter es!), daß ich die politische Geschichte von Triefen nicht bis aus den heutigen Tag herab geschildert habe, während ich doch die Pfarrer bis auf meinen Vorgänger erwähnt habe. Jedermann hierzulande weiß, daß die neueste Geschichte von Triefen nichts als allgemeine Landcsgeschichte ist. Diese für das Jahrbuch zu schreiben hatte aber Herr Dr. Albert Schädler übernommen. Daß ich auch meines uumittelbarcn Vorgängers kurz gedacht habe, hat hierzulande jedermann für selbstverständlich gefuuden. 15. Der Herr Professor gibt seinen Lesern vor, daß ich unzähligc- mnl gezwungen gewesen sei, aus vorarlbergische Verhältnisse zu verweisen.
        

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