229 2. Der Herr Professor bemängelt auch die ungenügende Zitation der Publikationen des Vorarlb. Muscumsvercius, Diese Schriften waren die ersten, die ich durchsucht habe. Damals hatte ich noch nicht die Absicht, Regestcn über die Herren v, Schellenbcrg zu veröffentlichen, weshalb ich mir auch die Quelle nicht genau no- tierte. Als ich später im Hinblicke aus die Masse des vorliegenden Materials mich zur Nerösfcntlichuug entschloß, hatte ich die Quelle nicht mehr zur Hand, um Band und Seite und Nummer aufsuchen zu können. Darum mußte ich mich damit begnügen, bei der ersten von den. zehn Urkuuden aus dem Hohcnemscr Archiv im allgemeinen zu sageu, daß diese Regestcn im Jahresbericht des Vorarlb, Muscumsvercius publiziert worden seien. Damit war also auch gesagt, daß ich nicht selbst die betreffenden Archive durchgesehen habe. Der Norwurf von Unehrlichkeit und Mangel an Noblesse ist also hier sehr uuangebracht. 3. Daß ich es unternommen habe, die Regesten derer von Schellen- berg zu sammeln, ist meine Sache. Ich diktiere dein Kritiker auch nicht, was er schreiben solle. Bucelin, den er so gering einschätzt, ist manchmal ein ganz zu- verlässiger Führer. Seine Stammtasel derer von Schellen- berg von der Hüfinger Linie z. B. ist vollkommen richtig; ebenso die von der Kißlegger Linie. Unrichtig und wohl einem Turnier- buch nachgeschrieben sind die ältesten Generationen, wo von <üa- rolns N-XLuns u. dgl. die Rede ist. Daß ich also Bucelins Taseln ausgenommen habe, wird keinen Tadel verdienen. Ich werde das Richtige vom Falschen aus Grund meiner Forschungen sehr wohl zu unterscheiden wissen. 4. Der Kritiker weist mich aus seine Abhandlung hin, die er im 19. Rechenschaftsbericht des Vorarlb. Museumsvercins 1879 ver- öffentlicht und im 24. Jahresbericht 1884 ergänzt hat und tadelt es natürlich wieder, daß ich ihn in meinen Regesten nicht er- wähnt habe. Aber dort finde ich eben keine anderen Urkunden — und nur Urkunden kann ich für die Regesten brauchen, nicht Abhandlungen — als die, welche ich aus der g l c i ch e uQuelle selbst geschöpft habe, nämlich aus der „Zeitschrist zur Geschichte des Oberrheins", herausgegeben von Dr. Monc. Dort sinde ich auch den ersten Hinweis daraus, daß die von Neuburg und die von Schcllcnbcrg desselben Stammes sind. Zösmair ist also nicht der erste, der daraus hingewiesen hat. Der Kritiker prophezeit, meine Arbeit werde ein Stückwerk bleiben. Ich bitte ihn, ruhig abzuwarten; vielleicht wird ihn mit der Zeit die vollendete Tatsache eines anderen belehren. Indessen will ich ihm jetzt schon verraten, daß ich über seinen „ersten kritischen Stammbaum" ganz anders urteile als er. Xous vcrrons. 15
        

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