— 215 — und wenn sie wegen harter Behandlung entfliehen, mit großen Kosten und Mühen wieder gesucht werden müssen; daß Leute wegen bürgerlicher Handlung außerhalb dcr Herrschast mit Gc- walt und uicht nach Recht gestraft wvrdeu scieu; daß gegen das Lehenrecht gefehlt und rechtmäßigen Erben ihre Lehen wider- rechtlich entzogen werden; daß Apvellativueu, die an dcn Stab zn KiSlcgg gelaugten, 10 Jcchrc lang nicht erledigt worden seien, Sie, die Bauer», fordern, daß längstens innert 3 Monaten solche Fälle entschiede» werden sollen, damit der arme Mann nicht rechtlos dastehe, — Anch die übrige» Klagen drehen sich um Lcheurechte, Holz- und Roderechtc, Abgaben bei Tvdfällen, Ehe- rechte u, dgl, Dic Bauern erklären sich bereit, soviel die Gerechtigkeit eS erfordert, an ZinS anS den Güter» wie von altersher und Steuer zu zahle», damit sie einen Schirm nnd eine Obrigkeit haben, Anch wollen sie dcn großen nnd kleinen Zehent zn geben schuldig seiu „uud ob der mensch nit leibeigen, die visch in fließcndcn wassern, die Vogel in lüstcn, die tier in welden onch nit Vcrpannen, besonder freh sein sotten, das wollen wir, wie es ob uus, under uns und vvr nnd hinder.nnS gesetzt und gemacht Wirt, zu geuus erwarten uud deS uit entsetzt sein, besonder dcm v»ch zugeleben vorbehalten haben," Baumann, Akten S, 113—117, s<»4t» 152-;. März 7, Tübiugeu, Kanzler,>Rcgeutcu und Räte des Fürsten- tums Fürstenberg schreiben an den Obcrkommandautc» Trnchseß Georg, Die heute unter dem Hmwtmmm Schellenberg (gemeint ist Marquard vvn Schcllcnberg, Hmivtmmm des schwä- bische» Bundes) als Besatzung in Tübingen eingezogenen Knechte beklagen sich wegen der Besoldung, Anch herrsche» „allerlay rede» uud etwas Unwillen" unter denselben. Wird mm daS hie unter den Bürgern „erschcllen", oder sollten die Knechte, wie sie sich hören lassen, abziehen, so kann der Trnchseß selbst crmessen, welcher Unrat daraus erfolgen wird. Da diese Knecht jetzt die halbe MvnatSbesoldnng wie andere haben wvllen, so soll Trnch- seß Georg durch HanS Kvch guten Bescheid senden, damit die Knechte befriedigt werden kvnnen, Baumann, Akten S, 142, sU47 1525. März 7, Beschluß dcS Kammergerichts zn Eßlingeu iu der Streitsache zwischen den Herren vvn Schellcnberg zn KiS- lcgg uud ihre» Untertanen: Weil dcr Vertreter dcr Bauern zn den Verhandlungen nvch nicht genug gerüstet ist, wird die
        

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