— 214 — Febr. 19. vr. Niklas Geyß schreibt vvn Ulm aus au den Bischof vvn Würzburg' „Obwvl dcr baurcu beschwerdcu uach ge- stalt irer vbrigknit manicherlay sind, so kvmen sie dvch in uach- vvlgcndeu Punkten vast ubcraiu: das sie das Wort gvts frey gepredigt, dic wälde, Wasser nnd wände frey und geinain haben, dcr lcybaygcnschast ledig sein, kam bcsthaubt, Handion, nvch klainen zehendcn mehr (dcn großen zeheudeu wolle» sie geben nach ver- »ivg der hayligen schrift) die zins und gnlt geringert haben, dic lassgntter für erbguter besitzen, etlich knin vbrigkait mer haben." Der zeitgenössische Chrvnist Fridolin Sicher in St. Gallen schrieb: „Anno 1S24 namb dcS LnthcrS lehr vast znv innethalb dem See, also daß dic pnren maintend, nach seiller lehr wärend alle frey »nd ledig, das »amen sie allein nach dcm fleisch an nnd schwereild (schwuren) zusaincn, daß sie wollen keine Herren mer haben, dan allein gott, und under diesem siirneme» wolle» sie auch weder zius uvch zehcnden geben, eben schlecht (cinfachhin) kam beschlvärd meer haben, rvttetcud sich zuvsamen, ictzt dv ein Hansen, jctz dvrt ein Hansen, namb angehends znv, daß vb hun- dert tausend panren zuvsamen geschwvren Hand." — „Item nlsv »amb uit allein dcr ividertauf übcrhcmd, sondern anch alle uu- gchvrsambc. Dau mau vil pfnffeu enet dcm See fand, dic Predig- ten den pnren nach ircin gefallen, und waß da» laug iu deu puren gelcge» war, das brach Herfür, ja was; inen wvl kam, eben weder zins, zehcnden, väl, glas wären sie schuldig; eS Ivär auch nit kristenlich, daß cin krist dem andern zins gebe vdcr hvuschc, zehcnden wären mit sambt anderen ccrimouic» ini alten testament ausgehebt." Bnumann, Akten S. 287. s>l»45 Feb. 2 2. Artikel dcr Kisteggcr Bauern. „Nota, wie, wa- mit nnd wöllichcrlay gestalt wir, die gcmain baurschaft in der Herrschaft Kyslegg geseßen, vvu nnscrn Hern uud junck- heru vvu Schellenbcrg grvSlich beschwert und nberlade» seind." Sie beschwe.en sich vornehmlich über ungerechte Frvhn- dicnstc beim Ackern, Mähen uud Koruschuciden, verlange», daß sür die Kvsten bci militärischcm Aufgcbvt jedcr nach Verhältnis dcs Vermögens stcncre; sie klagen übcr die Lasten in Bezng ans daS Hätten der Zuchtstiere uud dcr Hunde, über unvernünftige Forderungen bezüglich deS FrohudicusteS bei Jagden nnd über die dabei erlittenen Roheiten, übcr ungebührliche Frohnsvrder- nngen zu Feldarbeiten, Behandlung des HanfeS und Flachses, daß sogar Kinder zum Dienste dcS Herrn gezwungen werden,
        

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