Gebäude erscheint auch das aus furchig verwittertem Gesteine bestehende Mauerwerk deS Turmes viel älter als es in Wirk- lichkeit ist. Dieser augenfällige Unterschied beider Mnuertech- niken nebeneinander mag auch viel dazu beigetragen haben, die Entstehnngszeit des Turmes in das 9. Jahrhundert zu versetzen oder ihn gar als römische Warte zu bestimmen. Auf der Hofseite hingegen ist der Turm nach beliebter Sitte der Renaissancezeit glatt verputzt, getüncht und farbig quadriert worden. Ein weites Tor wurde auf dieser Seite im vorigen Jahrhundert durch das starke Mauerwerk ebenerdig gebrochen und führt hinab in den Lagerkeller, der gleichfalls im 19. Jahr- hundert a»S dem Felsen ausgesprengt wurde. Einige Meter über dem Kellertvr durchbricht ein großes geviertes Loch, das mit Ziegeln eingewölbt ist, die Turmwand ; es kann im 18. Jahrhundert entstanden sein. Noch einige Meter höher, 11.5 m über der Hofsohle, ist der alte einzige Eingang des Turmes unversehrt erhalten. Die ruudbogigc Tür mit 1.2 m lichter Weite und 1.9 m Höhe, 
erweitert sich nach innen ohne Vergleifung auf 1.8 m. Die stichbogige Wölbung des 3 m tiefen Manerdurchganges besteht aus Tuffsteiu, ebenso das Gewände der Tür, das gut behnuen und nach außen eine schmale Fase mit gerader Absetzung aufgeschlagen hat. Zwischen den angebrannten Holzrcsten für die Verfestigung der eisernen Turklvben ist ein 2 ni tieses Schubbalken- loch mit Riegelschleife noch wohl erhalten. Die Türschwelle überspannt eine große, durch viele Benützung abgeschliffene Platte, ^ die (jetzt abgeschlagen) früher als Podest ohne Konsolen frei aus der Mauer hervorragte. Das Innere des Bergfriedes gleicht einem ausgebrannten Schlote. Die rötlich bis kalkweiß gebrannten Findlinge der Mauerverkleidung zeugen noch von den ungeheuren Feucrgluteu, durch die das Holziverk, das Eingeweide des Turmes, verzehrt wurde. Von 4 m unterer Mauerstärke 
verjüngt sich dieselbe in drei Absätzen bis zum Wehrgange mit der Brüstung auf 2 m. Ein leichtes Notdach ist in den Tnrm versenkt, so daß das eigentliche Maueriverk schutzlos gegen die Witterung offen liegt. Auf den Abstufungen und Mauerbänken lagerten die Bnlkenböden der drei Geschosse. Die Wehrplatte (aus Balken-
        

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