— 138 — samen Widerstand entgegensetzen konnte nnd sich daher zu Unterhandlungen herbeiließ. Glarus, welches mit dem obern Bunoe seit 1400 durch ein Bündnis verknüpft war, suchte zu vermitteln uud setzte zu diesen? Zwecke auf den 29. Juli eiuen Tag nach Jlanz an; auch Uri schickte seine Boten dahin; Bischof Ortlieb wurde gebührend eingeladen. Später nahmen sodann die Eidgenossen sich überhaupt der Sache an und dnrch ihre Vermittlung kam am 19. August der Abschluß eines Waffen- stillstandes zustande. Den Vertrag besiegeln von bündnerischer Seite an erster Stelle Bischof Ortlieb und Abt Johann von Disentis. Der Waffenstillstand svllte bis zum 29. September dauern. Unterdessen hatte der Papst mit dein Könige von Neapel Frieden geschlvssen (11. August). Letzterer anerkannte die päpst- liche Oberherrschaft und versprach den herkömmlichen Lehen- zins, sowie die Rückstände zn bezahlen. )̂ Jnnozenz VIll. schrieb-am 28. Angust an Bischof Ortlieb, er habe leider diesem uud den Bündnern dasjenige nicht leisten können, was er in? Sinne gehabt habe, sich vielmehr durch die Verräterei der eigenen Leute gezwungen gesehen, mit dein Könige von Neapel Frieden zn schließen. 2) So bereitwillig der König voi? Neapel gewesen, schrift- liche Zugeständnisse zu machen, sv geschickt wußte er die Aus- führuug der Friedensbestimmungcn zn hintertreiben. Der ganze Vertrag wurde ebeuso schnell wieder zerrissen, wie er geschlossen wvrden war. Seltei? hat wohl die Geschichte eine schamlosere Ariedensvcrletzung gesehen.») Unter Vermittlung der Eidgenossen wurde auf der Tng- sntzuug zu Luzeri? an? 26. September eii? Friedensvertrng zwischen den Bündnern nnd ,öen? Herzoge von Mailand ent- >) D>-, L. Pastor, l. c. S. 191. „!̂>Zllc:ssit,!rt,o !r,t,t!rnit^ts tu» ut, clilo^ti-, t'iliis ^ontcizd>;r- ntis tnis, vornm c1it,is e.t stipon- ctiariis in cliss nov^r; contra, nos proüitionss pkN'u>bkuit,rn-." Ladurner I. S. 781. -«) Or. L. Pastor, l. c. S. 192.
        

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