— 131 — bedeutende Erwerbuugen gemacht. So verkauft im Jahre 1475 Graf Jörg von Sargnns dem „Bischof, Dompropst, Dekan, Kapitel und gemeinen GotteshauSleuten des Stiftes zu Chur" die Herrschaften Heinz enberg, Tschapina und Thusis „mit hohen und niederen Gerichten, mit allen Leuten, mit Tiving und Bann, mit Strafgeldern und Bussen, mit Fällen und Gelassen, mit Wildbann, Fischenzen, Federspiel, Vogelmal, mit Hochwäldern, Steuern und Vogtrecht, mit Erz und Me- tall, mit dein Recht Aemter zu besetzen nnd entsetzen", für 3000 fl. rh. Der „Bann über das Blut" wird dem „heiligen römischen Reich" zn leihen vorbehalten. Da das Bistum be- reits Inhaber der Vogtei Cazis war, so befand sich nun infolge des erwähnten Kaufes auch das ganze linksufrige Domleschger- tal in dessen Besitz. Die Verwaltung der Gerichtsbarkeit in den erworbenen drei Gerichten übertrug der Bischof seinem Landvogte in Fürstenan. ') In Verbindung mit letzterem stellte die Gemeinde Thusis ein neues Dorfrecht auf und der Bischof bestätigte dasselbe am 6. Juni 1-491.2) Das Dorfrecht bestimmt uuter anderem: „Wellicher an U. L. Frauen Bau )̂ mit Ochsen geboten, soll zur Frühmeßzeit an die Arbeit stan ond bei 3 cl. peen verbleiben bis die Sonne vergoldt hat." Wer zu diesem Tagwerk geboten ist, aber nicht erscheint, hat 18 
    

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