Gerichte, Ansprachen nsw. im Domleschg, „ennet dem Ried, Fürstcnau halb", mie es durch Marksteine bestimmt ist, uud ebenso auf das Dorf Sils verzichten. Ausgenommen sind die eigenen Leute, Güter, Lehen usw, des Grafen, Im andern Teile, welcher dem Grafen verbleibt, sollen dem Bischöfe die eigenen Leute, Güter usw. vorbehalten sein. Den Hof zu Jufalt und den Zehnten in Scheid erhält der Graf zu lebeus- länglicher Nutznießung. ') Nm die nämliche Zeit, nämlich Ende September 1470 verzichteten die Planta auf die Grichtsbarkeit im Oberenga- din unter der Bedingung, daß ein Tauglicher des Geschlechtes Planta jeweilen vom Bischöfe das Nichteramt als Lehen er- halte. Die Hälfte der Bußen soll dem Bischöfe zufallen und die Kosten für die Uebeltätcr sollen ebenfalls geteilt werdend) Vom Herbste 1470 bis Sommer 1471 nahm Bischof und -Gotteshausbuud eine gemeinsame Angelegenheit in Anspruch. Graf Hugo von Montfort-Tcttnang verkaufte am 19. Sept. 1470 dem Herzog Sigmund von Oesterreich die Gerichte Schan- figg, Churivalden, Lenz, Davos u. Klosters. Die Gerichte weigerten sich jedoch, dem Herzog zu huldigen. Nun sandten der Bischof, das Domkapitel und der Gotteshausbund den Dompropst und den Stadtschreiber von Chur an den Herzog und ließen ihm vorbringen: Die Gerichte weigern sich zu hul- digen, da sie lieber dem Gotteshausbund sich anschließen würden. Daher machen Bischof, Domkapitel nnd Gotteshausbund den Vorschlag, die Gerichte zu kaufen und sodann im Verein mit diesen ein Bündnis mit dem Herzog einzugehen. Sigmund war bereit, in den Kauf einzuwilligen, er wollte auch 1200 fl. von der Kaufsumme nachlassen. Bedingung war, daß das Bündnis zustande komme. Für dasselbe gab er den beiden Boten einen Entwurf mit. Darauf sandte er seine Räte Wolkenstein uud Rotteustein nach Chur, um zu unterhandeln. Der Gotteshaus- bund verlangte einige Abänderungen des Vertragsentwurfes, unter anderem forderte er für sich und die Gerichte Zollfrei- heit in den österreichischen Gebieten, was der Herzog nicht zu- l) Chur-Tir. Arch. B. f. 188. -) l. c. s. 183. b. P. C. Planta, Die cnrrnt. Herrschaften in der Fcuoalzcit. S. 53 nnd S4.
        

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