— 117 — Gestattung der Einlösung der Reichsvogtei, hielt die ^tadt einstweilen noch geheim. Schon bald, nachdem Bischof Ortlieb seine Regierung angetreten, ergaben sich Anstünde im Engadin. Es handelte sich um die vom Bischof Leonhard Wußmanr eingeführten Bergwerke. Am 27. Juli 1459 verglich sich Bischof Ortlieb wegen diesen mit den Engadinern/) allein, schon im folgenden Jahre gab es wieder streitige Punkte, Ein Schiedsgericht unter dem Vorsitze des Hans Ringg, Vogt zu Fürstenan, entschied nm 8, Februar 1460, daß sowohl der Bischof als die Gemeinden des Oberengndins die Bergwerke, Holz, Wunn und Weid bis zum Austrag der Sache gemeinsam 
benutzen solleil. In erster Linie sei aber der Bischof berechtigt, in gleicher Weise wie sein Vorgänger Leonhard, Erz graben und schmelzen zu lasseu. Die Schiedsrichter «vollen an Ort und Stelle 
Ein- sicht nehmen und dann entscheiden. Die Ansprüche der Planta werden an das Pfalzgericht von Chur gewiesen. )̂ Letzteres entschied am Freitag vor 
Kreuzcrfindung 1461, daß die Planta dem Bischöfe die Bergwerke auszuliefern haben, da sie dieselben widerrechtlich an sich gerissen hatten. )̂ Allein die Planta wollten dem Urteil nicht Fvlge geben, darum legten die Bünde sich ins Mittel und deren Abgeordneten samt dem Dompropsr und zwei Domherren versuchten sechs Tage hindurch eine güt- liche Vereinbarung zustande zu bringen, da dies nicht gelang erklärten sie ihr Einverständnis mit dein Urteil des Pfalzge- richtcs. Dieses soll weiterhin urteilen über den Schadenersatz, welchen die Planta zu leisten habend) (Freitag nach Bar- tholomäus 1461), Da auch jetzt noch die Planta sich nicht fügen wollten, so trachten Graf Jvs. Nikolaus v. Zollern, Herr zu Räzüns, Domscholastikus Leouhard Marti), Domkantor Sattler 
u. s. w. zu vermitteln. Sie ersuchen den Bischof, ihnen das Geschäft zu übergeben. Kommen die Planta dein Endurteil nicht nach, >) B. A. )̂ B. A. Jäger. S. 361. 2) Chur-Tirol. Archiv. B. f, 172», ') l. c. s. 174. 8
        

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