— 71 - c) Amt und Beruf.- Amann, Barbier, Veck, Feger, Fehr (Fähr), Eantner, Easner, Jäger, Kaiser (Käser), Kaufmann, Lampert, Meier, Pfeifer, Ritter, Schädler, Schreiber, Seger, Sprenger, Vogt, Wagner: 6) die Einwanderung von auswärts: Allgäuer, Foser (Davoser), Laternser, Schafhauser, Walser: e) Übernamen: Brendle, Eoop, Hoch, Hundertpfund, Kieber, Kind und Kindle, Lingg, Strub, Tschetter: k) Charaktereigenschaften: Biedermann; ß) Tiernamen: Falk, Geyer, Haas, Wolf: n) Pflanzennamen: Alber, Hasler, Kirschbaumer, vielleicht auch Nagele: i) Werkzeug und Eebrauchsgegenstände: Hemmerle, Nagel, Röckle, Schlegel. Diese beispielsweise Einreihung in die verschiedenen Gruppen mag vielleicht nicht bezüglich jedes Namens richtig sein, scheint mir aber möglich. Sie ist selbstverständlich auch nicht erschöpfend, und es sind viele der noch lebenden Namen dabei nicht aufgeführt, na- mentlich soweit nicht, als mir eine halbwegs sichere Einreihung in eine der vorangeführten Gruppen nicht tunlich erschien. Immerhin dürfte sich ergeben, daß der Beruf, dann der Taufname, der Über- name und Flurnamen am meisten Familiennamen gebend gewirkt haben. In unserem Lande sind — abgesehen von den landesherrlichen Familien — Familiennamen liis jetzt, mit wenig Ausnahmen, erst aus dem 14. Jahrhundert belegt, und auch aus dieser Zeit noch ver- hältnismäßig selten. Sie haben also etwa das gleiche Alter, wie die selbständige Geschichte unseres Vaterlandes. Häufiger werden Belege aus dem 15. Jahrhundert und den folgenden Jahrhunderten. Damit ist aber nicht bewiesen, daß die einzelnen Familien nicht doch schon vorwiegend im 14. Jahrhundert für sie bestimmte Namen ange- nommen und dem Taufnamen beigesetzt haben. Es ist vielmehr anzunehmen, daß sich dieser Brauch im Laufe weniger Jahrzehnte allgemein durchsetzte. Die Aufnahme der in den benützten Quellen erwähnten Namen von Landammännern, Landeshauptleuten, Geistlichen usw. bedarf einer besonderen Begründung wohl nicht.
        

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