— 55 — Bei der im Juli 1352 begonnenen zweiten Belagerung Zürichs erschienen auch Bischof Ulrich V. von Chur und Graf Hart- mann 11l. von Vaduz mit seinem Sohne Rudolf V. und dem Bruder Rudolf IV. von Sargans Bei diesem Anlasse quittierte Graf Hartmann III. dem Herzog Albrecht von Österreich den Empfang von 30» Gulden (29. November 1352) Am 6. Februar des Jahres 1353 verkauften Ursula von Vaz und ihr Gemahl, RudolfIV. von Werdenberg-Sargans, durch Ur- sulas Vogt, den Grafen Hartmann III. von Vaduz, das Tal Schanfiggan Ursulas Schwester Kunigunda, deren Gemahl, FriedrichV. von Toggenburg, sowie an deren Söhne Georg, Friedrich, Donat, Kraft und Diethelm. Hartmann III. von Vaduz besiegelte mit Rudolf IV., der Gräfin Ursula und dem Ritter Berch- told von Königsegg die von letzterem ausgestellte Verkaufsurkunde, deren Original im Eemeindearchio von St. Peter im Schanfigg auf- bewahrt wird"". Wenige Tage später, am 22. Februar 1353, verzichtete Hart- mann III. von Vaduz auf seine Rechte an einem Hause in Meran zu Gunsten des Nikolaus von Villanders. Das Haus war ihm durch einen Markgrafen von Tirol verliehen worden"'. Am 15. Juli 1353 fungierte Hartmann III. im Lugnez als erbetener Obmann in einem Schiedsgericht für den Grafen von Montfort und Walter von Velmont"«. Dieses Dokument dürfte den letzten urkundlichen Be- leg für Hartmann III. von Vaduz bilden. Dah Hartmann 111. an der vom Juli bis September 1354 dauernden dritten Belagerung Zürichs teilgenommen hat, ist sehr unwahrscheinlich. Er starb entweder Ende 1354 oder zu Anfang 1355 und fand in der St. Florinskapelle zu Vaduz seine Ruhe- stätte"". Jedenfalls war er am 21. Mai 1355 tot, indem an diesem Tage sein Bruder Rudolf IV. bereits als Vormund von Hartmanns Söhnen urkundlich auftritt"". Hartmanns noch jugendliche Gemahlin Agnes (?) von Mont- fort-Feldkirch heiratete in zweiter Ehe den Freiherrn Thüringvon Brandts, und wurde Mutter zweier weiterer Söhne: Wolf- hard und Ulrich Thüring von Brandts. Sie schied vor dem 10. März 1379 aus diesem Leben, indem ihr Sohn Heinrich I. von Vaduz unter diesem Datum sie „seine Mutter selig" nannte"".
        

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