— 54 — graf Ludwig von Tirol, daß er mit den Vögten von Mätsch, Ulrich III. und Ulrich IV. und ihrem Vetter Hartwig „ver- richtet" ist. Sollte er (Ludwig) dem Bruder Hartwigs, Johann von Mätsch, der nicht Frieden gemacht hat, Festen abgewinnen, so will er Hartwigs Teil daran den Grafen Hartmann (III.) von Werden- berg und Rudolf von Montfort zur Verwaltung übergeben^. Man sieht aus all dem, daß Hartmann III. von Vaduz unter den Adeligen der näheren und weiteren Umgebung eine Vertrauens st ellung genoß. Am 26. Januar 1351 verpfändete Graf Rudolf IV. von Werdenberg-Sargans dem Pfäferser Abte Hermann II. von Arbon und seinem Kloster die Vogtei desselben Gotteshauses um 35V Gulden „als si an uns komen ist und wirs von dem Rich gehebt habent"^. Rudolfs IV. Gemahlin, Ursula von Vaz, erklärte in derselben Urkunde, daß diese Verpfändung auch „mit ihrem guten Willen und Gunst geschehen ist". (Wegelin, a. a. O.) Am gleichen Tage bestätigte Graf Hartmann (III.) von Wer- denberg diese Verpfändung der Vogtei durch seinen Bruder und legte gleichzeitig das Versprechen ab, das Kloster Pfäfers zu schirmen"". Am 16. September 1351 erschien Graf Hart mann III. wieder als Zeuge, und zwar in einem Revers Hugos von Landenberg und Siegfrieds Thumb von Neuburg bezüglich der diesen beiden von den Grafen von Montfort verpfän- deten Feste Z a g b e r Unterdessen brach der Krieg zwischen den österreichischen Her- zogen und den̂ Eidgenossen in den Waldstätten aus. Am 14. Sep- tember 1351 zog Herzog Albrecht II. mit einem Heere, dessen Stärke auf 16 WO Mann geschätzt wurde, gegen Zürich heran. Bei ihm standen außer der Habsburgischen Ritterschaft die Kontingente der Städte Bern und Solothurn, Basel, Straßburg und Freiburg im Breisgau Auch die beiden Grafen Hartmann III. von Vaduz und Rudolf IV. von Sargans leisteten Zuzug und schlössen mit den Herzogen Dienstverträge auf zwei Jahre. Auch Rudolf V., der Sohn des Grafen Hartmann III., nahm, in sehr jugendlichem Alter, an dieser ersten Belagerung Zürichs teil^, die aber wider Erwarten rasch durch Vermittlung von Berner Bürgern und einigen adeligen Herren aufhörte.
        

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