— 5«! — mehrmals einen Zankapfel zwischen der Abtei und deren Vögten bildete. Wie es scheint, war dies auch jetzt der Fall. Das Schieds- gericht, bestehend aus dem Bischof Ulrich V. von Chur, dem Grafen Albrecht von Werdenberg-Heiligenberg, dem Abte Ulrich von Sal- mansweiler, den Herren Friedrich von Riet und Wölfli von Wol- furt, sprach die Burg Wartenstein dem Abte Hermann II. von Ar- bon und dem Kloster Pfäfers zu''. Zugleich wurde der Wunsch geäußert, daß die Grafen künftig mit den Abten in Freundschaft leben möchten „alz vögt untz her mit in gelebt Hand mit andren äpten". Wenige Tage nach diesem Ausgleich, am 3. Mai 1342, vollzog sich die mehrmals erwähnte Eüterteilung zwischen den Brü- dern Hartmann III. und Rudolf IV. von Werdenberg-Sargans, welche vielleicht dadurch veranlaßt wurde, daß Hartmann III. sich inzwischen mit einer Schwester des Grafen Rudolf IV. von Mont- fort-Feldkirch vermählt hatte, deren Name von einzelnen Autoren (Kaiser-Vüchel' -) als Agnes bezeichnet wird, urkundlich jedoch nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann'^. In der Teilungsurkunde, deren Original im Bischöflichen Ar- chiv in Chur aufbewahrt wird", sind eingangs die Namen derje- nigen Männer genannt, welche auf Ansuchen der beiden erbteilenden Brüder, Hartmann III. und Rudolf IV. die Ausscheidung der Erbgüter vollzogen haben: Bischof Ulrich (V.) von Chur, Graf Alb- recht von Werdenberg (-Heiligenberg), Abt Hermann (II. von Ar- bon) von Pfäfers, Abt Ulrich von Salmansweiler und Friedrich von Riet, Ritter. Zunächst wird der Erbanteil des Grasen Hartmann III. ausführlich erwähnt. Er übernahm die Burg Vaduz mit dem Zubehör, ferner die Burg Blumenegg im Wallgau und die Feste Nüziders (Nuezederz) ebenda; sodann alles „was dar zuo gehöret, swas ennend Ryns ist, ez si aigen oder lehen, Vadutz halb und in Wallgöw an lüt und an guot, gesuchtz und ungesuchtz, untz an die Landquat" (Landquart), dazu aus dem mütterlichen, einst aspermontschen Besitz im Prätigau, sowie Güter im Montafon; endlich wurde ihm auch ein Höriger „Hainrich, der Schulthais von Saneganz, mit lib und guotte" überwiesen. Hartmannlll. sollte fürderhin verzichten auf alle Ansprüche an das Erbe von Rudolfs IV. Gemahlin Ursula von Vaz und hatte alle Briefe herauszugeben,
        

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