- 46 - wie wir bereits vernommen haben, die verbündeten Feinde Donats von Vaz, dah die Festen Friberg und St. Eeorgenberg denen von Räzüns gehören sollten, wenn sie gewonnen würden! — Ob Donat die Festen dann bis an seinen Tod behauptete, oder ob sie von den Verbündeten erobert wurden, ist nicht bekannt. Nach Donats von Vaz ums Zahr 1337 erfolgtem Tode änderte sich die Sachlage da- durch, daß seine Ansprüche auf die beiden Festen durch seine Tochter Ursula auf deren Gemahl, Rudolf IV. von Werdenberg-Sargans übergingen, der nun nicht mehr gesonnen war, dieselben denen von Räzüns zu überlassen, wie er dies 1333 versprochen hatte, um so mehr, als jenes Bündnis und Versprechen nur bis zum 11. Novem- ber 1337 Dauer haben sollte"'. So brach Ende 1337 oder anfangs 1338 die Fehde aus, an welcher sich nicht nur die Schwiegersöhne Donats beteiligten. Auf Seiten der Brüder von Räzüns stand ihr Schwager Hans von Rietberg, der Gemahl ihrer Schwester Berchta '^ auf der Seite Rudolfs IV. finden wir seinen Schwager, Friedrich V. von Toggenburg, den andern Schwiegersohn Donats, und Ulrich III. von Mätsch, Donats Schwestersohn. Hart- mann III. von Werdenberg-Sargans schien anfangs etwas zu zögern, griff dann aber doch zu Gunsten Rudolfs IV. in den Kampf ein. Schon vor dem 8. März 1338 fand ein Treffen zwischen beiden Parteien statt — nach Tschudi im Domlescho/'" —, über dessen Aus- gang wir nur so viel erfahren, das; auf der einen Seite Heinrich von Räzüns und Hans von Rietberg, auf der andern Ulrich von Mätsch gefangengenommen wurden. Am genannten 8. März 1338 lösten Friedrich von Toggenburg und Rudolf IV. von Werdeuberg- Sargans ihren „Oheim", Ulrich von Mätsch um 700 Mark Silber zeitweilig aus der Gefangenschaft derer von Räzüns, mit der Be- dingung, dasz er sich am Himmelfahrtstage wieder stellen solle. Falls er dies nicht tun würde, verpflichteten sich Friedrich und Rudolf IV. ihrerseits, Heinrich von Räzüns und Hans von Rietberg freizu- lassen. Ulrich von Mätsch muh sich dann mit denen von Räzüns vereinbart haben; denn wir erfahren nichts mehr von seiner wei- teren Teilnahme an der Fehde, und Heinrich von Räzüns und Hans von Rietberg blieben bis in das Jahr 1343 in Gefangenschaft. Auch Friedrich V. von Toggenburg scheint sich nicht mehr am Kampfe beteiligt zu haben, welcher in ein neues Stadium trat, als sich Herzog Albrecht II. von Österreich in denselben einmischte. Er
        

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