- 46 — mutung Krügers (S. 299/300), dasz die Übergabe von Vurg und Stadt Sargans an den Grafen Rudolf IV. aus Anlasz von dessen um jene Zeit stattgefundene Vermählung mit Ursula, der zweiten Tochter des kurz vorher verstorbenen Freiherrn Donat von Vaz geschah. Der Tod dieses mächtigsten und gefährlichsten Feindes des Hochstiftes Chur, der unbuszfertig und unausgesöhnt mit der Kirche aus diesem Leben geschieden sein soll, bedeutete für den Bischof von Chur, aber auch für die ganze weite Umgebung eine große Erleich- terung^. Donat war der letzte männliche Sproß seines Stammes. Er hinterließ nur zwei Töchter, von denen die eine, Ursula, wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, mit dem Grafen Rudolf IV. von Werdenberg-Sargans, die andere, Kunigunda, mit dem Grafen Friedrich V. von Toggenburg vermählt war^. Jedenfalls kurz nachher versprachen die drei Grafen: Alb- recht (I.) von Werdenberg (-Heiligenberg), Hartmann (III.) und Rudolf (IV.) von Werdenberg (-Sargans) der Gräfin Ursula von Vaz, der Gemahlin des letzteren, Sicherheit für die ihr auf die Burg Sargans mit Stadt, Leuten und Gütern, sowie allen zugehörigen Rechten, festgesetzte Morgengabe. Sie gelobten, die eidlich erhärtete Gewähr unverbrüchlich zu halten. Sollten der Gräfin im Besitze dieser Güter und Rechte Schwierig- keiten entstehen, so versichern die drei Grafen, zugleich im Namen ihrer Erben, innerhalb des nächsten Monats, in welchem sie darum gemahnt werden, ihr beizustehen Nicht lange nach seiner Vermählung mit Ursula von Vaz wurde Graf Rudolf IV., und mit ihm sein Bruder Hartmann III. in einen Kampf wegen der Erbansprüche verflochten, der mit großer Erbitterung geführt wurde. Dieser hatte, soweit sich aus den Ur- kunden erkennen läßt, folgende Veranlassung: Noch bei Lebzeiten Donats von Vaz war ein gewisser Rainger von Friberg ge- storben, der die Festen Friberg und St. Eeorgenberg bei Seth und bei Waltensburg am Vorderrhein, nördlich von llber- saxen, besessen hattet Donat von Vaz zog darauf entweder als dessen Lehensherr oder als Verwandter die beiden Festen an sich. Auf dieselben müssen aber auch seine Schwestersöhne, die Brüder Walther, Christoph, Heinrich und Donat von Räzüns, Ansprüche gemacht haben; denn in dem Bündnis vom Jahre 1333 versprachen,
        

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