— 41 — Das Original der Urkunde liegt in dem Statthaltereiarchiv in Innsbruck und ist abgedruckt in Thommen, Rudolf, Urkunden zur . .. Schweizer Geschichte aus österreichischen Archiven, Band 1, Seite 201, Nr. 399°'. Der in der Urkunde erwähnte Bruder Rudolf ist aber nicht der schon öfters erwähnte dritte dieses Namens, der aus der ersten Ehe Rudolfs II. von Werdenberg-Sargans mit der Adelheid von Burgau stammte und ungefähr 1325/26 gestorben ist, son- dern der um das Jahr 1310 geborene Graf Rudolf IV. von Wer- denberg-Sargans, der als jüngerer Bruder in den Urkunden stets nach Hartmann III. aufgeführt wird^. Verhältnismäßig rasch erwarben sich die Grafen von Werden- berg das Vertrauen der weiteren und näheren Umgebung, so daß sie bald in den verschiedensten Familienangelegenheiten als Zeugen oder auch als Geiseln beigezogen wurden. Das Letztere geschah laut einer Urkunde am 16. August 1329 durch die Brüder Ulrich Stephan und Ulrich Vrancho (Branthoch) vonSaxzu Hohensax bei einem Eüterverkauf. Schon ihr Vater, Freiherr Ulrich III., sah sich im Jahre 1313 genötigt, die Wildenburg (in der Gemeinde Wildhaus), die Mühle bei dieser Burg und seine Leute westlich des Kuchitobels bis an das Gebiet des Klosters St. Johann im Thurtal an den Grafen Friedrich IV. von Toggen- burg um 400 Mark Silber zu verpfänden^. Eine derartige Ver- pfändung von Familiengut war damals in den meisten Fällen nichts anderes, als ein mehr oder weniger verschämter Verkauf- denn die Wiedereinlösung war meistens unmöglich, vielfach nicht einmal ernstlich erwünscht. Weitere Verkäufe folgten sicherlich aus finanziellen Gründen. Ulrich III. hatte sich in den Dienst des Eegen- königs Friedrich des Schönen aus dem Hause Habsburg begeben und dabei versprochen, mit 20 Helmen gewärtig zu sein; sicherlich benötigte er das Geld aus den Verpfändungen und Verkäufen für die Ausrüstung dieser Mannschaft. Nach seinem Tode verkauften seine eben genannten Söhne Ulrich Stephan und Ulrich Vrancho, wie bereits angedeutet wurde, unter dem obgenannten Datum: 16. August 1329 noch den letzten Rest ihres Besitzes zu Wildhaus: „alles was zu Starkenstein und der zapfenden Mühle (im Simmi- tobel) liegt, ausgenommen die Alp Tesol" an die Grafen Fried- .rich V. und DietHelm VIII. von Toggenburg^. Zur Sicherung
        

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