— 19 — man sich nicht mehr sicher fühlte. Eine in der Südmauer dieses Teiles eingelegte Lichtöffnung weist jedenfalls auch darauf hin, daß hier Wohnteil war. Nicht übersehen darf werden, daß die innere Mauergerade mit dem Verlauf der äußeren Umfassung nicht über- einstimmt, daß also das Innere des Bergfrieds nochmals abgeteilt war. Als nicht wahrscheinlich ist jedoch durch die einheitliche Bauart dargetan, daß etwa der westliche Burgteil einer späteren Bauzeit angehöre. Der westliche Burgteil schließt an der Westwand des Bergfrieds an. Ich nenne diesen Teil auch Vorburg, nur weil er dem Bergfried vorgelagert ist. Bei der engen Begrenztheit des Bau- grundes darf jedoch kaum daran gedacht werden, daß dieser Teil unabhängig vom oberen Bauteil wäre für besondere Zwecke zur Verfügung gestanden; es scheint im Gegenteil, daß in diesem Teil die eigentliche Burgwohnung lag. Die Vorburg besteht wieder aus zwei scharf getrennten Teilen: der Toranlage und dem eigentlichen Burgteil. Der ganze Platz war hoch mit Schutt überfüllt und mit Wald überstellt. Er mußte in mühsamer Arbeit freigelegt werden. Die To r a n l a g e ist im Grundriß klar erkennbar. Von Nord- osten kam man an die Burg heran. Vorbehaltlich einer späteren Abklärung durch weitere Grabung rechne ich auch den Baurest im Nordost außer der Burg zum Zugang, jedenfalls im Sinne eines ersten Vortores und einer Weganlage. Im Nordwesten gegen den unteren Burggraben kam man auf das untere Podest, das als fester Mauerklotz aufgemauert war und zum größeren Teil erhalten blieb. Das Außenmaß ist rund 4:4m, wie aus der Bei- lage ersichtlich. Die Antrittsschwelle ist in Form eines Steinpflasters noch erhalten. Jedenfalls waren die westliche und nördliche Um- fassung höher gemauert. Auf dem Podest sitzt noch ein Sockelstück in gehauenen Tuffsteinen. Schon der behauene Tuff weist auf die gleiche Bearbeitung des eigentlichen Tores. Der Sockel war noch in einer Höhe von 6t> cm vorhanden. Er liegt zwischen Antritt im Norden und dem Aufstieg zum oberen Podest. Rechnen wir eine 80 cm starke Außenmauer und anderseits etwas Verputz, bleibt uns eine Zugangs- und Treppenbreite von 1 m, also sehr sparsame Maße für einen Burgzugang. Im Zwischenraum bis zum zweiten
        

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