— 16 — herab, wo das untere Mauereck stand, und sah auch dort an der Nordseite wieder den Anfang eines Felseinschnittes, der glatt be- Hauen schien. Aber es war schwer zu deuten. Man vergleiche den gegebenen Grundriß bei Ulmer. Es war eben alles hoch mit dem Abbruch der Burg überschüttet und mit Wald überwachsen. Durch die Ausgrabung ergibt sich folgendes Bild: Oberhalb und unterhalb der Burg durchschneiden zwei Quergraben die ganze Felsenrippe. Es sind die Vurggraben, die dort abzuschützen hätten, wo nicht die Felswand diesen Schutz schon gewährte. Die Burggraben scheinen mit dem Eisen „ausgespitzt" zu sein und zeigen noch deutlich die Spuren der Bearbeitung. Die Sohlenbreite mißt übereinstimmend ungefähr 2,5V m, die obere Breite etwa 4 m. Die Graben sind also nach oben ausgeweitet. Die Seitenwände sind zum Teil sorgfältig glattgehauen. Die Tiefe ist dem Gelände entspre- chend ungleich: an der äußeren Eeländekante 2 bis 6 m, an der Burgkante 6 bis 7 m. Der untere Burggraben steht noch in seiner ursprünglichen Länge von rund 20 m, war aber fast bis an den Maueransatz der Burg mit Ruinenschutt aufgefüllt und mit Wald überstellt. Die Masse dieses Schuttes läßt einen Schluß zu auf das bedeutende Mauerwerk des westlichen Burgteiles, zugleich gibt das Ausmaß des Grabens (zirka 250 m^) den Eindruck einer erstaun- lichen Arbeitsleistung, wenn wir bedenken, daß ohne Sprengmittel gearbeitet werden mußte. Die Ausgrabung konnte diesen Burg- graben nur zum Teil ausheben, um die Profile festzuhalten: zur weiteren Ausräumung hat sich in verdankenswerter Weise die Pfadfinderschaft bereit erklärt. Es ist zudem zu erwarten, daß im Ruinenschutt noch kleinere Aufschlüsse zum Vorschein kommen. Der obere Burggraben ist offensichtlich durch Absturz, der Felsteile ver- kürzt worden und ist kaum 4 m lang; die Höhe mißt 5 bis 6 m und war nur zu einem Viertel mit Verwitterungsschutt eingefüllt. Mit den beiden Burggraben ist die Burg nach Osten und Westen baulich abgeschlossen. Nach Norden und Süden bildet die Felswand diesen Abschluß. Den eigentlichen Burgbau möchte ich in zwei Bau- teilen auseinanderhalteni den Bergfried mit einem östlichen Vor- bau und die Vorburg mit der nördlichen Toranlage.
        

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