— 97 — Die Veröffentlichung der nachstehend abgedruckten Urkunde verfolgt einen doppelten Zweck. Es soll vor allem hier die bisher meines Wissens übersehene Tatsache festgehalten werden, daß die Jagdgrenzen der Herren von Sulz weit über die Landesgrenzen hinausgingen. Nur im Westen deckten sie sich mit der natürlichen Landesgrenze. Im Norden bildete die Jll die Grenze des Jagd- gebietes von der Mündung bis zur „Jllbrücke". Wo diese gelegen war, ist nicht ganz gewiß, möglicherweise am Ausgang des Samina- tales bei Frastanz. Von dort ging die Grenze entlang des Kammes über den Frastanzer Sand zur Dreischwesterngruppe, querte beim Fall das Saminatal und ging, vermutlich gleichlausend mit der heutigen Landesgrenze, bis zum Eemsengrat. Ein einziger Zeuge, Christof Eantner, gibt an, die Reviergrenze sei über den Schönberg gegangen. Dies kann mit den anderen Aussagen nicht in Überein- stimmung gebracht werden und es ist gerade die Aussage dieses Zeugen so verworren und offensichtlich irrig protokolliert worden, daß sich bei dieser Angabe wohl ein Irrtum eingeschlichen haben dürfte. Vom Eemsengrat bog die Grenze scharf nach Nordosten, querte das Eamperdonatal bei der Schafbrücke, 
Kote 1202, und ging, vermutlich dem Kamm entlang, der sich vom Fundelkopf (2403 m) über den Panülerkopf südlich und dann westlich zur Hornspitze zieht. Von hier aus bog die Grenze südlich ab und ver- lief entlang des Taschinesbaches in die Landquart und von dort in den Rhein. ^ Es soll mit der Veröffentlichung dieser Urkunde aber auch gleichzeitig ein Beitrag geliefert werden zur Namenskunde. Es enthält dieses Dokument eine ansehnliche Zahl von Personennamen, in vielen Fällen auch deren Wohnort und beiläufiges Alter, so daß der Familienforscher vielleicht manchen wertvollen Anhaltspunkt bekommt. Von Interesse sind auch die zahlreichen Riednamen und wenn auch ein Teil der vorkommenden Ortsbezeichnungen sich auf österreichisches und schweizerisches Gebiet bezieht, so ist ja doch
        

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