— 81 — Flyschsandsteine, Buntbreccien, Hornsteine, Diabas, Ophikalzit herumliegen. . Es gibt nun zwei 
Möglichkeiten, diesen merkwürdigen Befund aufzuklären. Es 
könnte sich dabei um eine jüngere Aufschiebung 
von diesen Gesteinen handeln, von denen heute nur 
mehr Reste übriggeblieben sind. Es 
könnte sich aber auch um 
fremde Einschlüsse in 
den Gipsen der Raiblerschichten handeln, 
die sich dann nach Wegwitterung der weichen Eipslagen als 
härtere Einschlüsse allmählich angehäuft haben. Für die erste Erklärung haben wir gleich in der Nähe am Weg vom Sareiserjoch nach St. Rochus im Eamperdonatal ein prächtiges Beispiel. Hier liegt auf einem Gehänge von Arlbergschichten und Raib- lerschichten 
(vgl. Fig. 10) unmittelbar am Wege unterhalb von P. 1582 m 
ein Haufwerk von roten, grünen, schiefrigen Mergeln, Stücken von Aptychenkalken, roten und 
grünen Hornsteinen, Ser- pentin und Ophikalzit. Hier ist an einer tektonischen Aufschiebung wohl nicht zu zweifeln. Anderseits ist aber zu bedenken, daß innerhalb des Rätikons an fast allen Stellen, wo hier die sogenannte „Arosazone" auftaucht, auch Gipslager der Raiblerschicht 
vorhanden sind. Erinnert man sich der 
leichten Zerstörbarkeit der 
Raiblergipse, so kommt man zu dem Schlüsse, daß dieses Nebeneinander von Gips und Hartgesteinen nicht 
zufällig sein kann. Wenn freilich 
die Hartgesteine früher im 
Gips eingeschlossen waren, 
dann ist ihre Anreicherung bei der fortschreitenden 
Auf- lösung des Gipses leicht verständlich. Unter diesen Hartgesteinen befinden sich nun aber auch häufig Gesteine von jüngerem Alter als die Raiblerschicht. 
Es sind dies die dem oberen Jura angehörigen Radiolarite und Aptychenkalk«, weiter 
die Flysch- und 
Kreidegesteine. Diese könnten den 
Raibler- schichten wohl nur nachträglich tektonisch einverleibt 
worden sein. Für die Einschaltung von Serpentin und Talkgesteinen in den Gips könnte man 
die Funde in der Eipszone zwischen Dalaas und
        

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