— 17 — usw.). Im 
Jahre 1899 ernannte der Minister für Kultus und Unterricht den Fürsten zum Mitgliede des Kuratoriums des österreichischen Museums für Kunst und Industrie, dem er außerordentlich große Dienste leistete. Er war Mitglied der Zentralkommission zum Studium der historischen Quellen Österreichs, Vorsitzen- der der Kommission für neuere Geschichte Österreichs, Präsident der Kommission zur Erhaltung historischer Denkmäler und Ehrenmitglied der Akademie der Wissen- schaften. Ferner war er Präsident der österreichischen Leo-Gesellschaft sowie Mitglied der Kommission zum Studium italienischer Kunst, besonders der Renaissance. Der Verfasser der Geschichte der Päpste, Freiherr von Pastor, bezeichnete den Fürsten Franz „nebst 
Leo XIII. als einen besten Mitarbeiter". Auf ihn ist auch die Schaffung einer ordentlichen Lehrkanzel für osteuro- päische Geschichte an der Universität Wien zurückzu- führen. Dem Seminar dieser Lehrkanzel schenkte der Fürst die 
um 40 000 Kronen gekaufte Bibliothek des russischen Geschichtsforschers Bilbasov, die 
aus 4000 Werken 
in 8000 Bänden bestand, wozu außerdem noch 5000 Broschüren zu rechnen sind. Das gesamte Gebiet russischer Geschichte und Literatur seit 
dem 17. Jahr- hundert bis zum 
Jahre 1908 ist darin vertreten. Die Bibliothek ist heute noch eine Fundgrube für jeden Forscher osteuropäischer Geschichte. In der Bibliothek im Majoratspalais und im Schlosse Wartenstein brachte Fürst Franz eine in ihrer Art einzig dastehende Biblio- thek unter, welche russische Eeschichtswerke und Bücher aus dem Gebiete der Kunst enthält und durch ebenso kostbare als geschmackvolle Einbände 
eine Sehenswür- digkeit bildet. Mit namhaften finanziellen Opfern ermöglichte der Fürst österreichischen Gelehrten Forschungen in den Ar-
        

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