— 12 — fizenz bleiben die Franz- 
und Elsa-Stiftung vom Jahre 1929 mit einem Stiftungskapitel von 
Fr. 100 000.— sowie die 
Fürstin-Elsa-Stiftung für das Spital in Vaduz mit 
Fr. 40 000.— bestehen. Der liechtensteinischen Pfadfinderbewegung, die Fürst Franz und seine Gemahlin ins Leben riefen, blieb er stets ein wohlwollender Protektor. Fürst Franz als Diplomat. Wie schon erwähnt, begann Fürst Franz seine diplo- matische Laufbahn als Attache der österreichischen 
Ge- sandtschaft in Brüssel. Als nach dem Rücktritte des Grafen Wolkenstein Kaiser 
Alexander III. von Rußland den Wunsch äußerte, der Nachfolger möge ebenfalls aus einer dem Zaren bekannten Familie sein, fiel die Wahl des Kaisers auf den Fürsten Franz von Liech- tenstein, der nicht allein alle Borausseßungen eines her- vorragenden Diplomaten besaß, sondern auch in der Lage war, am Hofe von Petersburg, der damals zu den feu- dalsten Europas gehörte, die österreichisch-ungarische Monarchie würdig zu vertreten. Die Aufgabe, die ihm gestellt war, bestand darin, die äußerst gespannten Beziehungen zwischen Österreich- Ungarn und Rußland, welche sich seit dem Ende der achtziger Jahre schrittweise verschlechterten, wieder in normale Bahnen zu lenken, eine Aufgabe, die bei der eigenartigen Struktur der Verhältnisse in der nordischen Metropole nur eine in jeder Hinsicht unabhängige Per- sönlichkeit großen Formates erfüllen konnte, ein Mann, der befähigt war, unter Beiseiteschiebung des Büro- kratismus und konventioneller diplomatischer Tätigkeit, nur durch das Gewicht seines Ansehens und seiner Fä- higkeiten auf Hof, Gesellschaft und die leitenden poli- tischen Kreise nachhaltig zu wirken.
        

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