— 140 — Bascha Beck hat zwei Kühe aus der Konfiskation ab dem Triesnerberg 
wegführen lassen und dem Mann fürs Wegführen 1 Viertel Apfel gegeben. (Beschimpfungen, Schlägereien und Fluchen bilden den Hauptgegenstand der Anklagen.) 39. Die Balzner Wirte Ulrich Weiß, Basil Hoop, 
Fidel Faser und Adam Nutt werden zu- sammen 
zu 5i/2 fl. Strafe verurteilt, 
weil sie trotz obrigkeitli- chem Verbot einem 
Martin Estöhl zu trinken gegeben haben. Hans Kaufmann, I. Meier, Bartle Kauf- mann und Maria Kaufmannin 
werden gestraft wegen Schläghändel. Ersterer wegen mehrmaliger Schlägerei mit 30 fl., Meier, der 
bei solchen Händeln immer dabei war, mit 30 fl. und die Maria, 
weil sie durch 
ihr böses Maul die Händel stiftete, mit 3 fl. und mit der Geige am Sonntag. 40. Verhörtag 
wegen FranzP. von Valzers und seiner Frau Katharina M. 
Der Franz behandelte seine Frau sehr grob, so daß sie öfters Klage erhob. Schon war er des- halb 
mit 50 fl. gestraft worden. Sogar der 
Graf selbst nahm sich der Sache an 
und Franz versprach ihm alles Gute. Er hielt 
aber sein Wort nicht. 
Daher entschied das Gericht, die Frau soll Hab und Gut ihrem verordneten Vogt Hans Willi und ihrem Beistand Adam Nutt zu Handen stellen und 
es stehe ihr frei, bei ihrem Schwager oder beim Stiefvater zu wohnen, das Kind 
mit sich zu nehmen, das der Vater nach Landsbrauch erhalten 
helfen soll. „Und sinte- malen Franz P. schnurgrad wider den 
ergangenen Bescheid und darüber Jhro Hochgräfliche 
Exzellenz selbst beschehenes Anloben gehandlet, 
also solle die Straf bis zur Wieder- heimkunft gnädiger Herrschaft 
vorbehalten sein, immittelst aber wegen ausgegossenen Drohworten dem löbl. Oberamt an Aidesstatt anloben, Hinwider im wenigsten nit zu handeln bei Straf all seines Hab und Guts und nach befindenden Dingen Leib und Lebens." Die Frau 
hatte sich bereit erklärt, nochmals mit dem bösen Franz zu Hausen, wofern er 
anlobe, sie keineswegs zu
        

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