— 129 — Spruch: Der Beklagte muß um Verzeihung bitten, die Kosten bezahlen, und wegen der Verunehrung der Eottes- gaben verfällt er der obrigkeitlichen Strafe. 1656 16. Andreas Walser von Schaan und Christa Nigg von Balzers klagen gegen Florin Lampert von Triesen. Dieser hatte den beiden Klägern im Wirtshaus sein ganzes Besitztum, „keinen Löffelausgenom- m e n", um 7000 fl. verkauft. Da die Art der Bezahlung nicht bestimmt war, gab es Anstünde. Der Verkäufer verlangte bare Bezahlung. ' Der Spruch lautete: Der Handel gilt; die 7000 fl. sind vom Tage des Kaufes mit 350 fl. jährlich zu verzinsen und nach und nach abzutragen. 17. Christian Frick von Schaan ist verklagt, er habe gegen die Grafen und deren Offiziere der Wer - bung wegen ungebührlich geredet und besonders wegen seines Sohnes, der sich anwerben hatte lassen, gesagt, es sei niemand daran schuld als der Graf Franz und der Johann, der Teufel soll es ihnen vergelten. Beim Verhör wußte der Christian nichts davon. Nur als er am vorigen Sonntag zu Schaan unter der Linde gesessen, sei auch die Nachbarin Konstanzia dabei gewesen. Da habe diese gesagt, der Franz (Graf Franz Wilhelm von Hohenems) sei wieder aus dem Welschland gekommen. Da habe er geantwortet: „Er wird gewiß das Brot schon mit den Soldaten geteilt haben, wie er versprochen." Da habe die Konstanzia gleich gesagt, es lüge einer wie ein Schelm, wenn er sage, daß der Franz daran schuld sei, und sei gleich davongelaufen und gedroht, sie werde ihn verklagen. Auch seine Frau Margreth sollte gesagt haben, wenn die Bauern im Frühling zusammenhalten würden, könnten sie den Grafen wohl etwas anderes sagen, Beim Verhör leugnet die Frau, das gesagt zu haben; sie habe nur gesagt, der Franz sei jetzt wieder aus Italien zurück, da er die Soldaten und ihren Sohn verführt. Als der Schulmeister zu ihr sagte, sie habe jetzt auch einen
        

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