— 75 — hoben und dann wieder verloren gegangen, sicher aber auch ein anderer Teil ins Ausland verschachert worden. Fast un- glaublich erscheint, wenn das Vorarlberger Landesmuseuni nur 3 Münzen aus Liechtenstein im Verzeichnis führt: •Schellenberg: Faustina, Gutenberg: Constantius, Triesen: Honorius, Kopie einer Goldmünze. Es müßte sich lohnen, ergänzend zur vorausgehenden Aufstel- lung die umliegenden Sammlungen zu durchsuchen. Die fundgeschichtliche Zusammenstellung ergibt, daß im ganzen Rheintalgebiet unseres Landes römisches Geld vor- handen war, besonders aber an einigen bevorzugten Siedlungs- punkten gefunden werden kann. Zeitlich ist das Bild dahin geklärt, daß der große Umsatz erst mit der Mitte des III. Jahr- hunderts anhebt. Frühkaiserliche Münzen sind selten und vor- kaiserliche nehmen sich aus wie ein alter Kreuzer, den man heute im Geldtäschchen mit herumträgt. Um berechtigterweise weitergehende Schlüsse ziehen zu können, müssen die Funde vermehrt und vor allem sehr genau festgehalten werden. Wie bei Lutzengüetle angetönt, können möglicherweise dadurch interessante lokale Aufschlüsse dargetan werden. Es erübrigt noch, die vorhandenen Münzen zeitgemäß zu- sammenzustellen und genauer zu bestimmen. Die Bestimmung für die zwei vorkaiserlichen Münzen erfolgte nach Mionnet und ist bereits im Jahrbuch 1933 enthalten, für die westgallische Münze nach de la Tour, Atlas de Monnaies Gauloises, XIII, 4484; für die übrigen, die Münzen der Kaiserzeit, nach Cohen, Neuauflage der 2. Ausgabe, Leipzig 1930. Eine breitere Be- schreibung der Münzen kann somit unterbleiben, da die ge- nannten Werke die fachgemäße Beschreibung enthalten. Um dem Fernerstehenden einige Prägungstypen darzustellen, wird eine kleine Tafel beigeheftet.
        

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