— 61 — Eilms (Anmerkung 43) beziehen. Nach I. F. Fetz, Geschichte der alten St. Florinskapelle, Seite 250, soll es „angeblich ein gräflicher Wittwensitz gewesen sein", was immerhin möglich ist. Bekanntlich wurde hier der berühmte Tondichter Joseph Rheinberger 1839 geboren. Keinesfalls kann man aber unter dem „andern Amtshause" den sog. „Tschaggaturm" verstehen, ein gewiß auch sehr altes Haus, das aber in der Barockzeit eine stilgemäße Veränderung, wie die erhaltenen Abbildungen (Jahrbuch XXVII. bei Seite 88 und Fetz a. a. O. ^Titelbild)) beweisen, durchmachte und bis 1873 stand. Es war im XVIII. Jahrhundert zwar im herrschaftlichen Besitz, diente aber nicht als Beamtenwohnung sondern war an Privatleute vermietet^. Schließlich möchte ich noch der drei Eartenhiiuschen gedenken, die sich in ihrem Äußern einst vollkommen glichen: das erste an der Nordwestecke des Schloßgartens, das noch heute in seiner alten Gestalt erhalten isb, das zweite im Gärten der Land- vogtei, das 1862 modernisiert wurde, und das dritte in der Vllndt des älteren Amtshauses, das erst der Erbauung des neuen Regie- rungs- und Landtagsgedäudes zum Opfer fiel. Sie hatten alle drei dieselbe zwiebelförmige Schindelbedachung und stammten wohl aus der um 1640 vom Grafen Franz Maria von Hohenems durch- geführten „Verschönerung" ̂ des Schlosses und seiner Umgebung, der auch die Anlage des „kleinen Weihers" und des „Aussichts- rondells" am „Stiege" seine Entstehung verdankt: die letzten Überreste einer romantischen Garten- oder Parkanlage der Barock- zeit, wie sie uns — natürlich in größerem Maßstabe und viel besserem Erhaltungszustande — noch das Schloß Ambras bei Innsbruck zeigt. An«ertu«gen. ^ Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein (Jahrb.). Band XIII. Seite 31. XXXIII. S. 57. - Kaiser. Geschichte. S. 422 (2. Auslage S. 478): Jahrb. X, S. 13. ' Kaiser. Geschichte. S. 428 (2. Auflage S. 485): Jahrb. X. S, 13: XXXIII. S. 9V ff. ' Jahrb. X. S, 1-..
        

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