— 159 ~- Hornlose 
Rinderformen (B. t. akeratos) lassen sich ebenfalls in einigen Stationen bestimmen; sie entstanden und entstehen noch jetzt spontan aus gehörnten Schlägen und bildeten damals wohl noch keine konstante Rasse, wie dies jetzt in einigen Gegenden der Fall ist. Fundstücke: Schädelreste, besonders Hornzapfen und zahntragende Knochen wären für eine Rassenanalyse von großer Bedeutung. Die genannten Knochen sind leider sehr wenig zahlreich und dazu noch außerordentlich stark zerschlagen. Die Dimensionen der Extremitätenknochen dürfen für eine Bestimmung nie ausschlaggebend sein. Hornzapfen: 36410, E. 1 Hornzapfen links, Teil der Basis. Umfang der Basis 210 Verhältnis der Durchmesser ... 72,6:55,8 Index 1,3 Die Spitze war wahrscheinlich nach vorn und außen gerichtet. Eine schraubenförmige Drehung besteht nicht. Der Zapfen sitzt dem Schädel ohne Stiel auf. Er zeigt auf der konvexen Seite eine Abplattung (vgl. J. U. DUERST, 1904; E. WETTSTEIN, 1924), Furchen sind nicht besonders ausgeprägt. Der Hornzapfen stammt von einem Rind, das 
dem B. primigenius BOJANUS nahesteht, wegen der Abplattung der Hornzapfen ist es sicher ein Haustier gewesen. Es könnte sich auch um eine Mischform 
von B. t. brachyceros RÜTIM. 
und B. primigenius BOJANUS handeln. 36411, E. 1 Hornzapfenfragment rechts. Die Basis und die Spitze fehlen. Rillen und Furchen sind keine ausgeprägt. Das'ganze Aussehen deutet auf die Herkunft von einem jungen Tier. Seine Dimensionen übertreffen um weniges die Werte der Hornzapfen der reinen Braehyceros- schläge.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.