— 149 — Zur Rassebestimmung dürfen wir nur die ausgewachsenen Unterkiefer verwenden. Die überwiegende Zahl der Unter- kieferreste stammt aus der Bronzezeit. Ein Teil der Werte fällt durchaus in den Bereich der Daten, wie sie von L. RÜTI- MEYER (1861) und F. OTTO (1901) als charakteristisch für das Torfschwein der frühen Pfahlbauten angegeben werden. Der einheitliche Charakter jener neolithischen Schweinereste wird aber gestört durch das Auftreten zierlicher Unterkiefer, die wir der kleinen Rasse des Torfschweines zuschreiben müssen. Ein Rest von 
S- scrofa domesticus konnte nicht nachgewiesen werden. Auffallend ist der Reichtum an weiblichen Tieren. Es sei noch erwähnt, daß der Kieferrest Nr. 36405 aus der Hüttenschicht B/C (Hallstattzeit) nach seinen Dimensionen zum alten 
Torfschwein (Sus palustris RÜTIM.) der Steinzeit zu stellen ist. Interessant ist die allmählige Größenabnahme der Längen- maße des Ms inf. im Laufe der Zeit, auf die schon verschiedene Untersucher hingewiesen haben. Man vergleiche E. KUHN (1935, pag. 118). Länge Ms inf. Schaffis (Bielersee) Ält. Steinzeit 35,8 Mittel aus 11 Messungen Utoquai (Zürichsee) Kupferzeit 35,3 Mittel ans 6 Messungen Borscht Bronzezeit 34,6 Mittel aus 7 Messungen Alpenquai (Z'chsee) Bronzezeit 33,1 Mittel aus 11 Messungen Über das Alter der geschlachteten Tiere sei folgende Zu- sammenstellung wiedergegeben: Kieferäste links 3 rechts 6 Alter über 2 Jahre links 2 rechts 1 Alter 1 bis 2 Jahre links 1 rechts 1 Alter V* bis 1 Jahr Laut dieser kleinen Tabelle überwiegen die Reste erwach- sener Tiere. An dieser Stelle sei noch auf die schöne Arbeit überlas Zahnalter des Haus- und Wildschweines von P. GA- BRIEL (1934) aufmerksam gemacht. Atlas : 36430, E/F. 1 Exemplar. Länge des Wirbelkörpers 17,4 Länge des oberen Bogens . . . • . . . . 15,7 Querausdehnung der vorderen Gelenkfläche . . 51 Höhe des Wirbelkanals hinten . . . . . 27,2 Der Wirbel ist zu 
S. palustris RüTIM. zu rechnen.
        

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