— 145 — Von besonderer Wichtigkeit wird für uns die Frage der verschiedenen domestizierten Schweinerassen sein. Zum Torf- schwein (Sus palustris RÜTIMEYER) tritt in den Bronzestationen der Schweiz das zahme Schwein, das mit dem jetzigen Haus- schwein übereinstimmt, hervor. Für dieses Schwein ist der Name 
S. scrofa domesticus gebräuchlich. Es ist dies ein gezähmtes Wildschwein, das mit dem Torfschwein gekreuzt oder rein gezüchtet wurde. Ebenfalls zur Bronzezeit läßt sich eine neue kleine Torfrasse nachweisen, die gegenüber dem 
S- palustris RÜTIM. in der Hauptsache durch Reduktion des Gebisses und des 3. Molaren gekennzeichnet ist. Diese kleine Varietät des Torfschweines erhält sich noch bis zur helvetischen, römischen Zeit und weit darüber hinaus. Auch sie scheint dabei mit den Resten der alten Steinzeitrasse vielfach Mischprodukte her- vorgebracht zu haben (Vgl. F. OTTO, 1901, pag. 93). Aus der La Tene-Zeit der Schweiz sind bis heute keinerlei domestizierte Abkömmlinge des europäischen Wildschweines bekannt ge- worden. Fundstücke : Ganze Schädel r est e, die zu einer Rassenunterscheidung am wichtigsten sind, liegen leider keine vor. Uberhaupt sind alle Knochen in kleine Bruchstücke zerschlagen. 36433, F. 1 Fragment des Jochbogens links. 36457, E. 1 Orbitalrand des Frontale rechts. 36455, D/E. 1 Fragment des Occipitale links. Die drei Reste stammen von einer kleinen Schweinerasse. 36436, G-G/l. 1 Ms sup. rechts, angekaut, Länge des Ms 35,7 Dieser Zahn aus der endneolithischen Schicht gehört zu Sus palustris RÜTIM. 36413, E. 1 Maxillare links mit dP3. 36414, E. 1 Max. links mit und P*, klein. 36417, E. 1 Mi sup. links, eben angekaut, klein. 36457, E. 1 Max. rechts mit* P<—Ms; M* fehlt, er befand sich eben im Durchbruch. Länge M1 + M2 38 Das Stück ist dem 
S. palustris RÜTIM. zuzurechnen. 1 Max. rechts, juv. mit dPa und dP«, Mi im Durchbruch.
        

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