I. Einleitung. Das Interesse an der Erforschung prähistorischer Kultur- stationen ist besonders durch die Entdeckungen von Pfahlbau- niederlassungen angeregt worden. Seit dem Jahre 1854 (Ent- deckung des Pfahlbaues Meilen durch J. AEPPLI und wissen- schaftliche Erforschung durch F. KELLER) beschäftigen sich die Biologen ebenso intensiv mit der Pflanzen- und Tierwelt wie die Prähistoriker mit den menschlichen Erzeugnissen. Die Zahl der Fragen und Probleme, welche ;die fortschreitende Forschung aufrollt, wächst andauernd und durch das Inein- andergreifen und Überschneiden der Ergebnisse einzelner Forschungsrichtungen ergeben sich immer neue Fragenkom- plexe, die das Gesamtbild prähistorischer Zeiten in immer weitere Ferne verschieben. Weil man von diesen letzten Ein- sichten in die Zusammenhänge zwischen menschlicher Kultur, insbesondere ihrer Herkunft und der natürlichen Umgebung, der Pflanzen- und Tierwelt und dem Landschaftsbilde noch weit entfernt ist, ist es zu verstehen, daß die prähistorische Forschung immer wieder neuen Ansporn findet, und daß gerade in letzter Zeit eine Anzahl Grabungen durchgeführt worden sind und noch fortgesetzt werden. Es sei mir vorerst gestattet, in aller Kürze zusammenzu- fassen, was über die Säugetiere seit dem ausgehenden Eiszeit- alter in der Schweiz zur Zeit mit einiger Sicherheit als fest- stehend erscheint. Diese Ausführungen seien hier angeführt, um als Ausgangsbasis für die anschließende Analyse der Tierfunde der Wallsiedlung im Borscht zu dienen'. Das ausgehende Eiszeitalter der Schweiz zeigt eine mensch- liche Kulturstufe, die als Magdalenien (jüngstes Paläo- Lithikum) bezeichnet wird. Der Charakter der Fauna war 1 Den folgenden Ausführungen liegen die zusammenfassenden Arbeiten von K. HESCHELER (1924 a, 1930, 1933) .zu Grunde.
        

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