— 123 — er den Bischof mit den Regalienim zweiten bestätigte er ihm alle Privilegien seines Hochstiftes'", im dritten Diplom nahm er das Bistum Chur in seinen und des Reiches besonderen Schutz und befahl den Reichsstätten am See und in Oberschwaben, sowie Zürich, Bern, SolothurN, Luzern, den Waldstätten und allen andern Eidgenossen, auch dem Landvogt in Schwaben, so oft es verlangt würde, zum Schutze des Bistums auszuziehen-̂. In der vierten Urkunde befahl er den Elarnern, die schwebenden Streitig- keiten mit Räzüns beizulegen.̂ Von Chur begab sich der. König nach Italien. Er sandte den Bischof Hartmann bis Vellenz voraus. Dieser war in dem Maße allen Geldes entblößt, daß er für diese Reise von Rudolf von Iuvalt 15l) Mark entlehnen mußtet Nicht nur die bisherigen Fehden, sondern auch die Bewirtung des Königs hatten seine Mittel vollends erschöpft. Ob er den König weiterhin auf der Reise nach Italien begleitet hat, ist ungewiß. Am Dienstag vor Palmsonntag 1415 fällten die vom Könige bestimmten Schiedsrichter zu Konstanz zwischen Bischof Hartmann und den Freiherrn von Matsch ihren Spruch. Er fiel zugunsten des Bischofs aus; allein die von Matsch beachteten ihn nicht. Darum verhängte der König Sigismund am Montag nach Fron- leichnam 1415 über sie die Reichsacht. Aber auch diese blieb wirkungslos^. Als Herzog Friedrich von O st erreich wegen Begün- stigung des Eegenpapstes Johannes XXII. in Bann und Reichsacht fiel ̂, benutzte Bischof Hartmann II. im Verein mit seinem früheren Gegner, Graf Friedrich von Toggenburg, die günstige Gelegenheit, die früheren Besitzungen im Vintschgau, die Stadt Feldkirch, den Wallgau und den Bregenzerwald für das Hochstift zurückzuerobern. Auch mit Herzog Ernst von Ö st erreich ver- band sich der Bischof Hartmann, übertrug ihm das Schenkenamt des Hochstiftes Chur und anerkannte ihn als Graf von Tirol^. Schließlich seien noch Kämpfe erwähnt, die hauptsächlich um die Wiedergewinnung des Poschiavo ausgefochten werden mußten. Im Folgenden sind noch einige wenige Friedenswerke des Bischofs Hartmanns, II. seit dem Jahre 14VV kurz zu erwähnen.
        

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