— 120 — kirch, Rutschmann Nußbaum, Schultheiß zu Wallenstadt, Heinz Suter zu Mels und Lutz Amman zu Flums, entschied am 4. Zuli 1402: Bischof Hartmann, die Stadt Chur und die Eotteshausleute einerseits und die Elarner und Schrvyzer anderseits, sollen wieder gute Freunde, der Schaden gegenseitig ausgeglichen sein'°. 3. Wohl den schwersten Kampf hatte Hartmann durchzufechten, als er, entgegen den früheren „ewigen" Bündnisverträgen, mit den Herzogen von Österreich in Fehde geriet. Herzog Fried- rich und sein Vetter Leopold IV. hatten unterdessen einen großen Teil der werdenbergischen Besitzungen (Feldkirch, Sargans, Bludenz, Rheinegg u. a.) teils als Eigentum, teils als Pfand erworben. Stolz aus ihre Macht entzogen sie dem Bischof von Brixen einen großen Teil seiner Besitzungen. Nun wandten sie sich gegen das Bistum Chur. Als Grafen von Tirol glaubten sie, gewisse Ansprüche auf den V i n t s ch g a u, das Mü nstertal und Engadin zu haben und benützten diese als Kriegsgrund. Auch gegen die Werdenberger erlaubten sie sich neue Feind- seligkeiten, wodurch Bischof Hartmann, der sich als. Haupt der Werdenberger-Familie betrachtete, sich tief gekränkt fühlte. Die ersten Angriffe gingen im Jahre 1404 von Österreich aus. Unter Führung des Landvogtes Graf Hans von Lupfen eroberten die Feldkircher mit österreichischen Söldnern am 10. August 1404 Werdenberg, zogen sodann in den Wallgau, verbrannten Nüziders und trieben 100 Stück Vieh weg. Der genannte Ort gehörte als F a milienbesitz dem Bischof Hartmann. Dieser sammelte nun Kriegsvolk und fiel in das österreichische Gebiet ein. Als er in Begleitung seines Vetters, des Grafen Hugo von Werdenberg-Sargans, mit großer Beute beladen, heimkehren wollte, gerieten beide in der Nähe von Feldkirch in einen Haufen verschlagener österreichischer Reiter und wurden von dem öster- reichischen Kammermeister Vurkhard von Raben st ein gefangen genommen. Der Bischof, Graf Hugo und die Ritter Rudolf und Egilolf von Rorschach wurden auf die Schattenburg ob Feldkirch geführt und dort in Ver- wahrung gehalten. Graf Hugo und die von Rorschach wurden schon im November entlassen, nachdem sie Urfehde geschworen hatten". Bischof Hartmann dagegen blieb gegen zehn Mo-
        

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