— 118 — Jahrzeit, wie auch derjenigen seiner Gemahlin, Katharina von Werdenberg. Für diese Bestätigung hatten die Domherrn dem Grafen Heinrich und seiner Gemahlin Katharina zu einem ewigen Jahrtag auf den genannten Kirchensatz in Schaan ein Pfund Pfennige bestimmt. Graf Heinrich I. ergänzte diese Summe durch drei Pfund Pfennige, je auf St. Martinstag vom Zoll zuVaduz zu entrichten, zu einer ewigen Jahrzeit, welche an St. An- tonientag mit zwölf hl. Messen zu halten sei. Solange die Stifter am Leben sind, sollen zehn Messen zu Unserer Lieben Frauen Lob, und zwei hl. Messen zu Ehren des hl. Antonius gelesen werden; nach dem Tode der Stifter seien acht Seelenmessen und vier hl. Messen zur Ehre Marias und des hl. Antonius zu persolvieren. — Graf Heinrich schenkte dem Domkapitel für die Früchte dieser Stiftung aus den Eigengütern Zollfreiheit für alle Zeiten^. Am 6. Dezember 1399 erließ Bischof Hartmann II. eine Ver- ordnung betreffend die Straße über den Septimer und die Benutzung derselben durch die Kaufleute für die Spedition ihrer Güter. Es hatte dies auch für die Liechtensteiner Bedeutung"". Da im Jahre 1400 in Chur eine ansteckende Krank- heit (es ist von Pest die Rede) ausbrach, bewilligte das Dom- kapitel im Einverständnisse mit Bischof Hartmann einigen Dom- herren, sich auf bestimmte Zeit von der Residenz zu entfernen. Unter ihnen waren die in Urkunden sehr häufig genannten: Rudolf von Werdenberg-Sargans, Dompropst (ein Sohn des Grafen Johanns I.); Rudolf von Trostberg, Dekan; dann Ulrich Haider, Scholastikus; Heinrich von Greifensee, Cantor°'. Bald genug sollten sich für Bischof Hartmann II. die Kri e g s - laufe erneuern: V. Weitere Kriegsläufe. 1. Zunächst wurde Bischof Hart mann II. sogar in den Reichskampf verwickelt. Im Herbst 1401 rüstete sich Kaiser Rupprecht von der Pfalz zum Römerzug, bei welchem er die Visconti von Mailand mit Krieg überziehen und sie aus ihrer Herrschaft verdrängen wollte. Bischof Hartmann befand sich im Oktober bei ihm in Bozen ein. Rupprecht gab ihm am
        

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